• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region

Phacelia sorgt für grüne Decke

29.07.2017

Im Garten ist im August auf vielen Beeten Schichtwechsel, ein Großteil der Gemüsepflanzen steht zur Ernte bereit. Zwar bieten sich zur Nachkultur noch Wintersalate und Kohlgewächse an, aber alle Beete lassen sich damit nicht füllen.

Tiefe Wurzeln

Über Winter sollten freie Flächen nicht offen liegen bleiben, da sonst eine Verkrustung und Erosion des Bodens die Folge wäre. Für eine günstige Struktur des Bodens mit seinen vielen Lebewesen ist deshalb eine Dauerbegrünung am idealsten. Eine Gründüngungsaussaat im August gibt dem Boden eine schützende grüne Decke und sorgt für eine biologische Aktivität bis in den Winter hinein.

Zu diesem Zweck bietet sich besonders Phacelia an, auch Bienenfreund oder Bienenweide genannt. Da sie mit unseren Kulturpflanzen nicht verwandt ist, passt sie unproblematisch in jede Fruchtfolge.

Die Pflanze wächst schnell, bedeckt den Boden und unterdrückt das Auflaufen von Wildkräutern. Sie gehört zu den Tiefwurzlern und schließt damit ausgewaschene Nährstoffe über die Wurzeln wieder auf. Phacelia blüht reichhaltig in ährenförmigen Wickeln und ist im Garten eine Augenweide. Bienen und Hummeln nehmen die Blüten gerne an. Über Winter friert Phacelia bei Frösten unter sieben Grad vollkommen ab.

Die Saat erfolgt bis Ende August, die Saattiefe beträgt ein bis zwei Zentimeter, die Saatmenge liegt bei drei Gramm pro Quadratmeter.

Natürlich finden auch viele andere Pflanzen Verwendung zur Gründüngung. Bis Ende August/Anfang September können außer Phacelia noch Sonnenblume, Ackerbohne, Platterbse, Zottelwicke und Buchweizen ausgesät werden. Ab Anfang September bis Anfang Oktober werden Senf, Ölrettich und Kresse eingesät.

Phacelia, Ölrettich und Senf schließen über ihre Pfahlwurzeln ausgewaschene Nährstoffe wieder auf, Ackerbohne, Platterbse und Zottelwicke reichern den Boden mit Stickstoff an, und Sonnenblumen entwickeln viel Grünmasse. Senf und Kresse sind sehr schnellwüchsig und eignen sich deshalb noch kurz vor den ersten Frösten.

Kompost oder Steinmehl

Alle genannten Gründüngungspflanzen sterben über Winter ab und werden auf dem Gartenbeet belassen, wo sie dem Boden eine schützende Decke geben.

Bevor die Gründüngung eingesät wird, ist das betreffende Beet von Wildkräutern zu säubern und tiefgründig mit dem Sauzahn oder dem Kultivator zu lockern, um das Wurzelwachstum der Gründüngungspflanzen zu fördern. Kleine Gaben von Kompost, Steinmehl oder Tonmineralien verbessern die Bodenqualität.

Im folgenden Frühjahr werden dann die abgefrorenen Pflanzenteile abgeharkt oder lediglich Saatrillen gezogen. Erfolgt keine Einsaat von Gründüngungspflanzen, wird der Boden über Winter mit Laub, Stroh oder verrottetem Mist abgedeckt.