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NWZonline.de Region

Ralf Wilken: In’e Footstappen van’n Grootvadder

26.05.2017

Friedrich August Lüschen weer de Jüngste van teihn Kinner. To de Tiet weer`t begäng, dat bi`t teihnte Kind van een Ehepaar de Patenschup van den Groothertog Friedrich August övernahmen wurr. Friedrich Lüschen hett laterhen den Grundstock leggt för dat Geschäft, wat vandagen „Blumen Lüschen“ in Ollnborg is. He hett Gaarner lehrt un 1933 een eegen Bedriev upmaakt. He hett vääl Gemüse anboot un up`n Wäkenmarkt verköfft. Mit den Hannel van Samen hett he noch anner Innahmen hadd. Grode Hülp geev em sien Fro Anna, de he 1944 freet harr. 1962 hett dat Paar Lüschen an den Standort Ollnborg-Ohmstede een Geschäft för Schnittblomen un Trauerfloristik upmaakt. De Bedriev wurr 1983 för 15 Jahr in Pacht gäven. Groot Hapen harr Opa Lüschen up sien Enkel Ralf Lüschen sett. De wull eegens leever Discher weern, man Friedrich Lüschen meen, he harr mehr Slagg för`n Gaarner. He hett sik düchtig för insett, dat Ralf de Utbildung to`n Gaarner in Ollnborg maken kunn. De Arbeit hett Ralf vääl Spaaß maakt. Na sien Afsluß un de Tiet bi de Bundeswehr hett he Erfahrn in`e Praxis sammelt. So hett he to`n Bispill in een Friedhofsgarneree arbeit`t, avers ok in de Sloßgarneree in Rast (Rastede). Garnermeister is he wurrn in`e Richt Zierpflanzenbau.

1998 kunn he den Grootvadder-Bedriev övernehmen van den Pächter. „Ik bün bi null anfungen. Wat ik harr, weern dree Graffstäen up`n Karkhoff to`n plegen“, vertellt Ralf Wilken. Spezialiseert hett he sik up Sommerblömen, ok up Siefmütterchen. Een Renner bi „Blumen Lüschen“ weern vääl Jahrn lang Hornveilchen. „Över 25 000 Stuck hebbt wi dar van anboot“, erinnert sik Ralf Wilken. Paar van de Berufskollegen in dat nöger Kuntrei hebbt upgäven. Bi „Blumen Lüschen“ hebbt de Kunnen markt: „Hier deit sik jümmers noch wat!“

Elk Jahr wurr wat verännert un boot. Vandagen steiht de Verkoop van Schnittblömen un Beet- un Balkonplanten an eerste Stä. Mit de Garneree is ok dat „Team“ van „Blumen Lüschen“ wussen. Tein Mitarbeiters scheert sik tosamen mit de Eegeners um de Planten un den Verkoop. „Ik bün tostännig för allns, wat Wuddeln hett, dat is de „Außenbereich““, smustergrient Ralf Wilken. He weet avers ok nipp un nau: „Ahn mien Fro Birgit harr dat allns nich so slumpt“. Se hett Floristin lehrt un is tostännig för den Verkoop un de „Warenpräsentation“. Nich blots Verkoop ok Karkhofsplääg höört to dat „Leistungsangebot“. Siet 2015 is “Blumen Lüschen“ een „überprüfter Betrieb für Friedhofsgärtnerei“. Arbeitsrebett is nich blot de Karkhoff in Ohmstrde, ok bit na Rast (Rastede) hett sik de gode Arbeit van Garneree Lüschen rumspraken. Kunnen van “Blumen Lüschen“ köönt sik sogar in den nee anleggten Gaarn umkieken un Ideen för den eegen Gaarn sammeln. Merrn in dissen Gaarn steiht een ool Bowagen, de nee utstaffeert wurrn is. „ Sönndags kann ik in dissen Wagen paar sinnige Minüten geneten“, deit Ralf Wilken verra`en - in Gesellschupp van sien Pussy „Schnuti“.

Übersetzung auf Hochdeutsch:

Ralf Wilken: In den Fußstapfen des Großvaters

Friedrich August Lüschen war der Jüngste von zehn Kindern. Zu der damaligen Zeit war es üblich, dass beim zehnten Kind eines Ehepaares die Patenschaft vom Großherzog Friedrich August von Oldenburg übernommen wurde. Friedrich Lüschen legte später die Basis, für das heutige „Blumen Lüschen“ in Oldenburg. Er lernte den Beruf des Gärtners und machte sich 1933 Selbstständig. Er bautee viel Gemüse an, um es dann auf dem Wochenmarkt zu verkaufen. Eine weitere Einnahmequelle war der Handel mit Sämereien. Eine große Hilfe war ihm seine Ehefrau Anna, die er 1944 heiratete. 1962 eröffnete das Ehepaar Lüschen am heutigen Standort in Oldenburg-Ohmstede ein Geschäft für Schnittblumen und Trauerfloristik. Der Betrieb wurde 1983 für 15 Jahre verpachtet. Große Hoffnungen setzte Opa Lüschen in seinen Enkel Ralf Wilken. Dieser wollte eigentlich gerne Tischler werden, aber Friedrich Lüschen sah in ihm das Potential für einen Gärtner und machte seinen ganzen Einfluss geltend. Ralf Wilken machte in Oldenburg eine Ausbildung zum Gärtner. Die Arbeit machte ihm viel Spaß. Nach seiner Abschlussprüfung und seiner Zeit bei der Bundeswehr, sammelte er weitere praktische Erfahrungen. Er arbeitete unter anderem in einer Friedhofsgärtnerei oder auch in der Schlossgärtnerei in Rastede. Dazu machte er seinen Gärtnermeister in Richtung Zierpflanzenbau. 1998 konnte er dann den großväterlichen Betrieb vom Pächter übernehmen. „Ich bin hier bei null angefangen. Was ich hatte waren drei Pflegegräber auf dem Friedhof“, erzählt Ralf Wilken. Er spezialisierte sich unter anderem auf Sommerblumen oder auch auf Stiefmütterchen. Ein Renner bei „Blumen Lüschen“ waren viele Jahre die Hornveilchen. „Über 25.000 Stück“ haben wir davon angebaut“, erinnert sich Ralf Wilken. Während einige seine Berufskollegen in der näheren Umgebung aufgaben, merkten die Kunden bei „Blumen Lüschen“: „Hier tut sich immer was!“. Jedes Jahr wurde etwas gebaut oder verändert. Heute steht der Verkauf unter anderem von Schnittblumen und Beet-und Balkonpflanzen an erster Stelle. Mit der Gärtnerei ist auch das Team von „Blumen Lüschen“ gewachsen. Zehn Mitarbeiter kümmern sich zusammen mit den Inhabern um die Pflanzen und den Verkauf. „Ich bin für alles zuständig was Wurzeln hat, also den Außenbereich“, lächelt Ralf Wilken. Eines weiß er aber ganz genau: „Ohne meine Ehefrau Birgit wäre das alles nicht möglich!“. Die gelernte Floristin kümmert sich um den Verkauf und die Warenpräsentation. Neben dem Verkauf, gehört auch die Friedhofspflege zum Leistungsangebot. Seit 2015 ist „Blumen Lüschen“ ein überprüfter Betrieb für Friedhofsgärtnerei“. Mittlerweile erstreckt sich das Einzugsgebiet nicht mehr nur auf den nahegelegenen Friedhof in Ohmstede, sondern sogar bis Rastede hat sich die gute Arbeit von der Gärtnerei Lüschen herumgesprochen. Die Kunden von „Blumen“ Lüschen können sich auch im neu angelegtem Garten verweilen und dabei Inspirationen für den eigenen Garten sammeln. Mitten in diesem Garten steht ein restaurierter Bauwagen. „Sonntags genieße ich in diesem Bauwagen auf dem Sofa einige ruhige Minuten“, verrät Ralf Wilken und dabei leistet ihm seine Katze „Schnuti“ Gesellschaft.

Beten wat över...

Dat Öller: 47 Johr

Ik wohn in: Oldenburg-Ohmstede

Familjenstand: verheirood

Ik mag geern: Harmonie

Opregen do ik mi över: Ungerechtigkeit, wenn dat nich fair togeiht

An’n leevsten eet ik: Spargel, Gröönkohl un Huusmannskost

Dat kummt mi nich op’n Disch: Alln’s mit een Griff, to’n Bispill een Hähnchenkeule

Dor fohr ik geern mol hen: Op de Insel Langeoog

Mien Hobby: Us lüttje Park in use Goorneree

An leevsten hör ik: Bruce Springsteen

Dat Book gefallt mi besunners good: De Inselkrimis

Mien gröttsten Wunsch: Gesundheit un dat alln’s so wieter geiht

Dat is mien Zitat: Nicht labern, sondern machen!

Ton verstahn

Plattdeutsch                 Hochdeutsch

Discher                              Tischler

Slagg hebben                  geeignet sein

begäng                             üblich

teihn(te)                           zehn(te)

slumpen                            glücken

utstaffeert                       eingerichtet, ausgerüstet

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