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NWZonline.de Region

Rhododendren wachsen nicht überall?

20.07.2017

Berlin (dpa/tmn) - Rhododendren sind beliebt bei Hobbygärtnern. Und doch heißt es immer wieder: Nur in bestimmten Böden können die Pflanzen gedeihen. Wie kommt es, dass die Pflanze so verbreitet ist?

Es stimmt, dass der Rhododendron ganz bestimmte Bodenverhältnisse braucht. Die Pflanzen benötigen einen hohen Humusanteil und - ganz wichtig - einen niedrigen pH-Wert zwischen 4,0 und 5,0. Nur dann können sie bestimmte Nährstoffe gut aufnehmen, erklärt die Deutsche Rhododendren-Gesellschaft (DRG).

Viele Standorte, gerade in Mittel- und Süddeutschland, können das nicht bieten. Testen lässt sich der pH-Wert mit Indikatorstreifen oder sogenannten pH-Metern aus dem Fachhandel.

Der Hobbygärtner kann die meisten Böden allerdings entsprechend bearbeiten. So rät die DRG, Nadelerde, kompostierte Rinde (alternativ Holzfasern) oder verrottetes Laub - darunter besonders das von Eichen - unterzuarbeiten. Auch sauer wirkende Dünger und Bodenhilfsstoffe wie Ammoniumsulfat, Aluminiumsulfat und Schwefel können helfen. Doch die DRG warnt: Eine Überdosierung kann den Pflanzen schaden.

Bei schweren Böden wird ein großes Pflanzloch mit humushaltiger, saurer Pflanzerde gefüllt - und so der Boden ausgetauscht. Werden mehrere Rhododendren in ein Beet gesetzt, sollte der Gärtner den Boden im gesamten Pflanzbereich austauschen. Oder man legt ein Hochbeet an.

Zu diesen Maßnahmen raten die Experten bei Böden mit einem pH-Wert bis zu 6.0. Liegt der Wert noch höher, sollte man auf spezielle Rhododendren zurückgreifen, etwa die sogenannten INKARHO-Pflanzender Interessensgemeinschaft kalktoleranter Rhododendren.

Hierbei handelt es sich um handelsübliche Sorten, die aber auf einer speziellen Unterlage veredelt wurden. Diese Pflanzen kommen auch in schweren, ton- und lehmhaltigen Böden mit hohen pH-Werten zwischen 5,5 und 7 gut zurecht.

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Bund | dpa