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NWZonline.de Region

Schachtelhalm gegen Pilz

05.08.2017

In Jahren mit einer für pilzliche Erkrankungen günstigen feucht-warmen Witterung steigen die Schäden an Obst und Gemüse schlagartig an. Im naturgemäßen Gartenbau wartet man nicht erst auf die ersten Schäden, sondern versucht, Erkrankungen durch vorbeugende Maßnahmen im Keim zu ersticken. Dabei spielt der Ackerschachtelhalm gegen alle pilzlichen Erkrankungen eine große Rolle.

Durch eine Spritzung wird ein feiner Film auf den Boden, die Triebe, Blätter und Früchte ausgebracht. Die einsetzende Wirkung beruht zum einen auf einem stabileren Blattgewebe und zum anderen auf einem leicht alkalischen Schutzfilm. Beides sorgt für eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionen und beeinträchtigt die Entwicklung der Pilzsporen. Bereits eingetretene Infektionen können gestört werden.

Im Sommer bis zum Herbst ist die richtige Zeit, um die vollentwickelten Wedel des Ackerschachtelhalmes (Equisetum arvense) zu sammeln, da ihr Gehalt an Kieselsäure dann am höchsten ist. Die Triebe werden zu Hause luftig getrocknet, um im nächsten Jahr als Tee oder Jauche verwendet zu werden.

Zur Herstellung eines Tees wird ein Pfund getrockneter Schachtelhalm über Nacht in fünf Litern Wasser eingeweicht und dann eine halbe Stunde lang gekocht. Eine Jauche erhält man, wenn der Tee in einem Behälter mit 25 Litern Wasser verdünnt und über eine Woche lang verjaucht wird. Die Mischungen werden unverdünnt eingesetzt.