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NWZonline.de Region

Majestätische Silberkerzen weithin sichtbar

23.09.2017

Im Herbst, wenn die Farbenpracht der Blumen zu Ende geht, recken jedoch die Silberkerzen ihre majestätischen Blütenstände bis zu zwei Meter in die Höhe, und die zahlreichen rahmweißen Blüten sind bis in den November weithin sichtbar.

Neben dieser späten Blüte ist das zweite Plus die Schattenverträglichkeit, die einen Standort selbst an dunkleren Orten noch zulässt. Von den Silberkerzen (Cimicifuga) existieren ein gutes Dutzend Arten, die in den nördlichen, gemäßigten Zonen unserer Erde beheimatet sind.

Bereits ab dem Frühjahr entwickeln die Stauden reichlich Laub mit vielen zierenden dreiteiligen Blättern, die den Boden gut bedecken. Je nach Art schieben sich dann von Sommer bis Spätsommer die jedes Jahr zahlreicher werdenden, straff aufrechten Blütenstängel empor. Hohe Silberkerzen benötigen an windigen Standorten einen Staudenhalter oder müssen angebunden werden. Versäumt man diese Arbeit und neigen sich die mehrere Wochen haltenden Blütenstände im Wind, wachsen sie an den Spitzen aufrecht weiter, und optisch nicht so dekorative schlangenförmige Blüten sind die Folge.

Silberkerzen verlangen im Garten einen frischen, humosen Boden und einen halbschattigen bis schattigen Standort. Besonders eindrucksvoll wirken die Blütenkerzen in Einzelstellung vor einem dunklen Hintergrund von immergrünen Gehölzen. Im Staudenbeet passen sie gut neben Astilben, Bergenien, Eisenhut, Herbstanemonen und Farne.

Besonders wertvoll sind die Silberkerzen auch für die Insektenwelt, da sie zu diesem späten Zeitpunkt noch für Nektar sorgen. Im Herbst kann man die Pflanzen einfach über die sich zahlreich entwickelnden Samen vermehren, die sofort ausgesät werden.