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NWZonline.de Region

Wirksames Kraut bei Husten

20.01.2018

Schon bei den Ägyptern war der Thymian wegen seines stark aromatischen Duftes und seiner hohen antiseptischen Wirkung bekannt. Auch die Griechen schätzten dieses Kraut. Zur Zeit der Kreuzzüge stickten die Damen im Mittelalter ihren Rittern als Symbol des Mutes und der Tapferkeit eine Biene mit einem Thymianzweig in die Halstücher. In den Kräuterbüchern aus dieser Zeit findet man auch lange Listen von Gebrechen, gegen die Thymian helfen soll, vom Biss giftiger und wilder Tiere bis zu der schrecklichen Plage von Albträumen.

Nadelförmige Blätter

Seine Heimat hat der Thymian rund um das Mittelmeer, wo er Bestandteil der Felsenheiden und immergrünen Buschwälder ist. Im 11. Jahrhundert brachten die Benediktinermönche den Thymian über die Alpen in die Klostergärten, von wo er seinen Weg in die Bauerngärten fand.

Thymian ist ein ausdauernder verholzter Strauch von bis zu 40 Zentimetern Höhe. Der verzweigte Spross entwickelt viele vierkantige Stängel, an denen schmale, nadelförmige Blätter wachsen. In den Blattachseln entwickeln sich in unseren Breiten zwischen Juni und August zahlreiche hellblaue Blüten, die von Insekten stark besucht werden.

Im Garten erhält der Thymian einen Platz ähnlich wie in seiner Heimat, vollsonnig und geschützt, auf leichtem, sandigem, kalkhaltigem Boden. Geeignet ist auch die Bepflanzung oben auf einer Kräuterspirale.

Am besten besorgt man sich im Frühjahr Jungpflanzen, die im allseitigen Abstand von 25 bis 30 Zentimetern gepflanzt werden, drei bis vier Pflanzen reichen für einen vierköpfigen Haushalt aus. In strengen Lagen braucht der Thymian einen Winterschutz aus Reisig.

Luftig trocknen

Im Frühjahr wird bis ins alte Holz zurückgeschnitten, damit der Busch nicht von unten verkahlt. Das Frühjahr ist auch ein günstiger Zeitpunkt, den Thymian im Garten über Absenker zu vermehren. Bodennahe Zweige werden an ihrem tiefsten Punkt von unten leicht angeschnitten und mit Erde bedeckt.

Zu den heilkräftigen Pflanzenteilen des Thymians gehört das ganze Kraut zu Beginn der Blüte, die Triebspitzen sind besonders wertvoll. Zur Ernte schneidet man die Büsche um ein Drittel bis zur Hälfte zurück und trocknet das Kraut luftig und schattig.

Thymian riecht charakteristisch würzig und schmeckt aromatisch, kampferartig und ein wenig bitter. Die Inhaltsstoffe sind ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil Thymol sowie Bitterstoffe, Gerbstoffe, Glykoside und Harze. Thymian wirkt bakterienabtötend, auswurffördernd und krampflösend. Im Fall von Erkältungskrankheiten hilft Thymian bei akutem und chronischem Husten sowie bei Entzündungen der Bronchialschleimhäute.

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