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NWZonline.de Region

Kübelpflanze mit herbstlicher Blütenpracht

30.09.2017

Der späte Blütezeitpunkt – neu gekaufte Tibouchina-Pflanzen blühen in der Regel im Sommer – liegt am notwendigen Schnitt ab dem zweiten Jahr. Da der Strauch ohne ein Ansetzen der Schere schnell verkahlt und unansehnlich wird, ist ein Rückschnitt nach der Blüte ins einjährige Holz notwendig. Ein buschiges Wachstum erreicht man im Frühjahr, indem jeder Trieb nach einem möglichst tiefen Blattpaar entspitzt wird.

An dem wenig verzweigten, aufrechten Strauch mit dekorativen eiförmigen, samtig behaarten Blättern bilden sich nur an den Triebspitzen die bis zu zwölf Zentimeter großen purpurnen bis violetten Blüten, die in der Regel zu dritt bis fünft erscheinen.

Da dieser Strauch im Winter gern bei Temperaturen um 10 Grad Celsius kalt steht, hält sich die Blütenpracht über Wochen; neue Blüten entwickeln sich über einen Zeitraum von einem halben Jahr.

Tibouchina verlangt eine kalkfreie, humose, sandige Erde und hat über Sommer durchschnittliche Ansprüche an Wasser und Düngung. Damit das Wachstum im Frühjahr nach dem starken Rückschnitt unproblematisch einsetzt, empfiehlt sich ein Umpflanzen mindestens alle zwei Jahre in einen etwas größeren Topf. Da die Pflanze kalkfliehend ist, bietet sich besonders Regenwasser zum Gießen an.

Von Vorteil bei der Tibouchina ist, dass sie so gut wie nie von Schädlingen befallen wird. Empfindlich ist sie nur, wenn die Wintertemperaturen unter fünf Grad Celsius fallen. Dann zeigen sich die Blätter zuerst rot gerandet, später rot und sie fallen ab; dies weist spätestens auf zu niedrige Temperaturen hin.