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Nachhaltig Wiederverwerten statt Wegwerfen

Melanie Öhlenbach

Kunststoff ist ein beliebtes Material für Anzuchttöpfe, Kübel und Blumenkästen. Doch das Bewusstsein für ein plastikfreies Leben wächst – und damit auch der Wunsch, Pflanzen in nachhaltigen Gefäßen zu pflanzen und auch zu kaufen.

Pflanzenproduzenten und Handel stellt dies vor Herausforderungen. Töpfe aus Naturmaterial wie Holz oder Pappe gelten als wenig robust: Durch das feuchte Substrat verformten oder zersetzten sich die Gefäße. Eine maschinelle Beschriftung sei technisch schwierig oder gar nicht möglich. Und schließlich kaufe auch nicht jeder Kunde gern eine Pflanze in einem solchen Gefäß – sei es aus ästhetischen oder praktischen Gründen.

Recyclingmaterial aus dem Gelben Sack

Auf Kunststoff komplett zu verzichten, ist derzeit daher für viele keine Option. Aber es gibt alternative Ansätze. Pflanztöpfe aus Bio-Plastik beispielsweise, oder recyceltem Material. Die Firma Pöppelmann aus Lohne stellt in der Serie „blue“ Blumentöpfe aus Plastikmüll her, der aus dem Gelben Sack stammt. Die Pflanztöpfe sind unter anderem mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet.

„Für uns ist und bleibt Kunststoff ein wertvoller Rohstoff. Aktuell wird in Deutschland nur etwa die Hälfte des Kunststoffs aus dem Verpackungsabfall wiederverwertet. Wir wollen diese Quote erhöhen und aktiv zum Schließen des Rohstoffkreislaufs beitragen“, sagt Tim Simoneit, zuständig für das Marketing bei Pöppelmann TEKU.

Dass die Töpfe dieser Pöppelmann-Serie blau sind, hat einen besonderen Grund: „Neben diversen technisch guten Eigenschaften wie Deckkraft und Bedruckbarkeit hat die Farbe Blau einen hohen Wiedererkennungswert im Markt“, so Verkaufsleiter Arno Zerhusen. „Blau ist anders und wird gut wahrgenommen.“

Nachfrage von Markt zu Markt unterschiedlich

Im Jahr 2018 präsentierte das Unternehmen die ersten Töpfe in der Farbe Circular blue auf der Fachmesse IPM. Seither baut das Pöppelmann nach eigenen Angaben das Angebot an ressourcenschonenden Pflanztöpfen kontinuierlich aus. „Die Nachfrage beziehungsweise das Interesse an unserem ressourcenschonendem Produktprogramm steigt stetig, ist aber natürlich von Markt zu Markt sehr unterschiedlich“, so Simoneit.

Die Produktion eines recyclingfähigen Topfes ist aber nur ein Anfang, um Plastikmüll in der Gartenbranche zu vermeiden. „Echte Kreislaufwirtschaft erfordert ein Mitwirken der gesamten Lieferkette im Gartenbau, auch dem Verbraucher kommt dabei eine verantwortungsvolle Rolle zu: er entscheidet, was sich am Markt durchsetzt“, so Simoneit.

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