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NWZonline.de Gartenzeit

Pilzerkrankungen vorbeugen

02.11.2019

In Jahren mit der für pilzliche Erkrankungen günstigen feuchten Witterung steigen die damit verbundenen Schäden an Obst und Gemüse schlagartig an. Im naturgemäßen Gartenbau wartet man nicht erst auf die ersten Schäden, sondern versucht, Erkrankungen durch vorbeugende Maßnahmen im Keim zu ersticken. Dabei spielt der Ackerschachtelhalm gegen alle pilzlichen Erkrankungen eine große Rolle.

Alkalischer Schutzfilm

Durch eine Spritzung wird ein feiner Film auf den Boden, die Triebe, Blätter und Früchte ausgebracht. Die einsetzende Wirkung beruht zum einen auf einem stabileren Blattgewebe und zum anderen auf einem leicht alkalischen Schutzfilm. Beides sorgt für eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionen und beeinträchtigt die Entwicklung der Pilzsporen. Bereits eingetretene Infektionen werden gestört.

Vom Spätsommer bis zum Herbst ist die richtige Zeit, um die voll entwickelten Wedel des Ackerschachtelhalmes (Equisetum arvense) zu sammeln, da ihr Gehalt an Kieselsäure dann am höchsten ist. Früher wurde der Schachtelhalm zum Putzen von Geschirr verwendet und aus diesem Grunde auch „Zinnkraut“ genannt.

Schachtelhalm ist eine Zeigerpflanze. Man findet ihn meist in großen Mengen auf verdichtetem, staunassen Boden, wo man in wenigen Minuten einen Korb voll einsammeln kann. Die Triebe werden zu Hause luftig getrocknet, um im nächsten Jahr verwendet zu werden.

Als eine Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten hat es sich bewährt, zeitig im Frühjahr die Gemüsebeete mit Schachtelhalmjauche zu überbrausen. Dazu wird ein Pfund getrockneter Schachtelhalm über Nacht in fünf Litern Wasser eingeweicht und dann eine halbe Stunde lang gekocht. Anschließend wird der Absud in einem Jauchefass mit 25 Litern Wasser verdünnt und über eine Woche lang verjaucht, wobei die Brühe täglich einmal durchgerührt wird. Diese Mischung benutzt man unverdünnt, um sie zwischen Februar und Mai vor der Aussaat oder dem Pflanzen über den Boden zu sprühen.

Mischung gegen Mehltau

Tritt dann im nächsten Frühjahr ab Mitte Juni feuchtschwüles Wetter auf, was die Keimung von Pilzsporen enorm begünstigt, wird in wöchentlichem Abstand Schachtelhalmtee über die Pflanzen gesprüht, der vorbeugend gegen Echten und Falschen Mehltau, Blattfleckenkrankheiten bei Kartoffeln, Tomaten und Zierpflanzen, Rost- und Schorfkrankheiten und gegen die Kräuselkrankheit des Pfirsichs wirkt.

Einen Schachtelhalmtee stellt man im selben Mischungsverhältnis wie die Jauche her, zum Beispiel werden 100 Gramm getrockneter Schachtelhalm nach dem Einweichen in einem Liter Wasser gekocht, durch ein feines Sieb gegossen, dann mit fünf Litern Wasser verdünnt und über die Pflanzen gesprüht.

Natürlich gibt es den Schachtelhalm auch als Fertigpräparat oder getrocknet zu kaufen, falls es versäumt wurde, ihn zu sammeln.

Zum vorbeugenden Schutz gegen Krankheiten gehören ebenso eine optimale Planung und Pflege der Kulturen und vor allen Dingen ein großzügiger Pflanz- und Reihenabstand.

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