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Altes Hausmittel: Milch und Wasser gegen Pilze: Rosen vorbeugend besprühen

22.04.2021

Berlin (dpa/tmn) - Wer seine Rosen vor Pilzkrankheiten schützen will, kann diese vorbeugend mit einem alten Hausmittel besprühen. "Dafür mischen Sie Milch mit Wasser im Verhältnis eins zu fünf", erklärt Marcus Scheel, Gartenmeister der Königlichen Gartenakademie Berlin.

Diese Mischung kommt in eine Sprühflasche und wird ab Anfang Mai regelmäßig etwa alle zwei Wochen auf die Blätter gegeben. Scheels extra Tipp: Von oben nach unten vorgehen und darauf achten, dass auch die Blattunterseiten etwas abbekommen.

"Am besten immer nach einem Regen - bei Schönwetterlage früh morgens oder noch besser abends die Pflanze besprühen", rät Scheel. Denn sonst kann Regenwasser den Schutz abwaschen.

Die Mischung verändert den pH-Wert auf den Blättern

Sporen von Pilzen wie vom Echten Mehltau befinden sich auf den Blättern, aber auch in der Luft. Sie brauchen Feuchtigkeit, um sich auszubreiten - daher sind sie nach einem Regen besonders aktiv.

"Durch die Milch-Wasser-Mischung verändert sich der pH-Wert auf den Blättern. Der Pilz kann sich dort nicht mehr ansiedeln", erläutert Scheel. Wie anfällig eine Rose ist, hängt auch von ihrer Sorte ab.

Keine Sorge bei weißen Flecken

Unter Umständen fängt die Milch nach der Anwendung an, zu gären und leicht käsig zu riechen. "Der Geruch ist unschön, geht aber meist nach einem Tag weg", beruhigt Scheel. Nach dem Besprühen sind auf den Blättern oft weiße Flecken zu sehen - nicht mit Mehltau verwechseln.

Wenn Mehltau eine Rose befallen hat, verfärben sich die Flecken nach dem Besprühen manchmal von Weiß zu Braun. "Das ist ein Indiz, dass die Anwendung gegen den Pilz gewirkt hat", sagt Scheel.

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Alternativ zur Milch kann man auch ein Päckchen Backpulver mit fünf Litern Wasser mischen - und damit Rosen, aber auch andere Pflanzen wie beispielsweise den Rittersporn vorbeugend gegen Mehltau besprühen. Auch dies verändert den pH-Wert der Blätter.

© dpa-infocom, dpa:210420-99-278356/5

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