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NWZonline.de Gartenzeit

Die Lösung: Hoch mit dem Beet!

12.04.2019

Knackige Möhren und Salate, süße Erdbeeren und fruchtige Tomaten sowie jede Menge frische Kräuter: Was die Vielfalt an Anbaumöglichkeiten angeht, steht ein Hochbeet einem Nutzgarten nichts nach. Im Gegenteil, es kann sogar einige Vorteile haben. „Ein Hochbeet verfügt über den Aufbau eines optimalen Bodens: möglichst humos, somit locker und luftführend, aber auch nährstoffbindend“, sagt Christiane Rehkamp, Beraterin der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in der Bezirksstelle Osnabrück.

Höhere Erträge

Zudem ist die Bodentemperatur im Beet durch die Sonneneinstrahlung, die den Korpus von außen erwärmt, und dem Verrottungsprozess im Inneren durchschnittlich ein bis vier Grad höher als bei einem ebenerdigen Beet. Und das wirkt sich positiv auf die Ernte aus: Der Erntevorsprung betrage etwa vier Wochen, sagt Rehkamp. „Ein Hochbeet bringt bis zu dreimal höhere Erträge. Man kann früher aussäen und die Pflanzen wachsen schneller, sodass man mehrere Sätze Salat und Radieschen ernten kann.“ Sie hat außerdem beobachtet, dass die Blätter größer, die Wurzeln dicker und die Früchte zahlreicher sind.

Weniger Schädlingsbefall

Das mag einerseits mit den vielen Nährstoffen zusammenhängen, die das Hochbeet zur Verfügung stellt. Andererseits kann ein Hochbeet mehr Schutz vor Schädlingen und Krankheiten bieten – auch weil es in der Höhe mehr Luftbewegung gibt und der Abstand zu bodenbürtigen Pilzen höher ist. Tierische Mitesser lassen sich ebenfalls leichter fernhalten. „Schnecken können gezielt durch einen Schneckenzaun ferngehalten werden. Ein engmaschiger Draht im Boden desHochbeetes schützt vor Wühlmäusen“, so die Hochbeet-Expertin.

Und wie baut man nun ein Hochbeet?

Da gibt es laut Rehkamp verschiedene Möglichkeiten und Materialien, die zur persönlichen Vorliebe und zur Umgebung passen. „Holz und Stein sind natürliche Materialien und fügen sich optisch gut in den Garten ein. Metall wirkt aufgrund seiner glatten Oberflächen und scharfen Kanten modern und stylisch. Hochbeete aus Kunststoff sind leicht und lassen sich gut transportieren“, so die Beraterin der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Kurze Wege

Grundsätzlich hängt die Größe des Hochbeetes von der Größe des Benutzers ab. Denn nur so lässt sich damit in aufrechter Körperhaltung und kräfteschonend gärtnern. Christiane Rehkamp empfiehlt eine Höhe von 80 bis 100 Zentimetern. Die Breite des Beetes liegt zwischen 120 und 150 Zentimetern: „Die Mitte des Hochbeets soll von allen Seiten gut zu erreichen sein.“ Und wie lang sollte ein Hochbeet sein? Die optimale Länge liegt laut Expertin bei etwa 200 Zentimetern. „Falls man ein längeres haben möchte, sollte man die Längswände mit Querstreben miteinander verbinden, weil der Innendruck durch die Erde recht hoch ist“, sagt die LWK-Fachfrau. Sie tendiert aber eher dazu, mehrere kleine als ein langes Hochbeet anzulegen. Der Grund: „Die Wege sind kürzer.“

Außerdem kann man so nach und nach den Hochbeet-Garten ergänzen. Denn für einen einzelnen Korpus braucht man bereits jede Menge Füllmaterial (siehe Kasten). Das bietet der Garten am meisten im Herbst und im zeitigen Frühjahr. Daher gelten diese beiden Jahreszeiten auch als ideal, um ein Hochbeet zu bauen. „Falls man das Hochbeet mit organischen Bestandteilen wie Gehölzschnitt, Laub, abgeschnittenen Stauden- und Gräserresten füllen möchte, sollte man im Herbst für das kommende Frühjahr schon mal sammeln“, sagt Rehkamp.

Drainage hilfreich

Falls das Hochbeet auf einer versiegelten Fläche steht, braucht es einen festen Korpus und eine Drainageschicht, damit Wasser abfließen kann und sich keine Staunässe bildet. Christiane Rehkamp empfiehlt, dafür eine 20 Zentimeter dicke Schicht aus grobem Kies oder Schotter einzufüllen und darauf ein Gartenvlies zu legen, damit die Drainage nicht durch feine Erdpartikel verstopft wird. Damit überschüssiges Wasser abfließen kann, müssen zudem seitlich im unteren Bereich oder im Fundament der Hochbeetmauern Abflusslöcher gebohrt werden.

Sonniger Standort

Damit ein Hochbeet reichlich Ernte bringt, ist letztlich auch der Standort nicht unwesentlich. Als ideal gilt ein Platz mit mindestens sechs Stunden Sonne – idealerweise von 10 bis 16 Uhr. Die schmalen Seiten sollten dabei nach Norden und Süden ausgerichtete sein, damit das Beet den ganzen Tag über ausreichend beschienen ist. „Wenn das Gemüse zu wenig Licht bekommt, werden die Triebe lang, weich und krankheitsanfällig. Bei Fruchtgemüse wird die Ausfärbung und das Aroma beeinträchtigt“, sagt Rehkamp.

Auch ein leichter Windzug ist ihrer Ansicht nach nicht verkehrt: Er hält Gemüseschädlinge fern und lässt feuchte Blätter schneller ab trocknen, so dass Pilzkrankheiten schlechtere Lebensbedingungen vorfinden.

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