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NWZonline.de Gartenzeit

Hummeln sind wichtige Helfer

20.07.2019

Die Bedeutung von Bienen zur Bestäubung von Obst- und Gemüsesorten ist landläufig anerkannt. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass Bienen vorwiegend bei schönem Wetter fliegen, bei regnerischer Witterung bleiben sie im Stock. Genau dann aber, bei ungünstigerem oder kaltem Wetter, im zeitigen Frühjahr und im Herbst, fliegen auch die Hummeln und befruchten die Blüten.

Auf Blüten spezialisiert

Neben den bekannten Erdhummeln, die in fast jedem Garten anzutreffen sind, gibt es noch etliche andere Arten, wobei die Hälfte wie Deich-, Moos-, Obst- und Samthummeln bereits vom Aussterben bedroht und in die Rote Liste der gefährdeten Tiere und Pflanzen in der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen worden ist.

Schuld daran ist häufig das Abmähen von Böschungen, Gräben, Weg-, Wiesen- und Feldrändern oder der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln auf diesen Flächen. Die Hummeln werden dadurch ihrer wichtigen Trachtpflanzen und damit ihrer Existenz beraubt. Auch gründlich aufgeräumte Gärten mit monotoner Bepflanzung können den Tieren kein Zuhause bieten, und ein Verzicht auf Insektizide im Garten sollte selbstverständlich sein.

Eine unentbehrliche Rolle spielen Hummeln bei speziellen Blütenformen. Bienen können zum Beispiel nicht an den Nektar des Eisenhuts gelangen und somit die Blüte nicht befruchten im Gegensatz zu Hummeln. So deckt sich das Verbreitungsgebiet des Eisenhuts in Nordamerika, Europa und Asien mit dem Vorkommen dieser Insekten.

Wie die Honigbienen entwickeln Hummeln Staaten, allerdings von nur etwa 500 Einzeltieren. Ähnlich wie bei Hornissen und Wespen überwintern nur die begatteten jungen Königinnen. Im Frühjahr suchen sie sich einen Nistplatz, wobei die im Garten vorkommenden Hummelarten vor allem unter der Erde nisten. Mit im Fachhandel erhältlichen Hummelkästen lassen sich diese Tiere fördern.

Hummeln stechen nicht

Nimmt eine Königin ein Nest an, oft alte Mäuselöcher, verarbeitet sie als Erstes eine Tracht Pollen und Nektar und legt darauf einige Eier ab, aus denen sich die ersten Arbeiterinnen entwickeln. Die Königin konzentriert sich danach aufs Eierlegen und Sammeln des Futters. Die Versorgung der Larven wird von den Arbeiterinnen übernommen.

Zum Herbst entstehen voll ausgebildete Männchen und Weibchen im Hummelvolk. Sie paaren sich, die Königinnen nehmen noch einmal Nahrung auf und suchen sich dann einen Überwinterungsort. Locker aufgeschüttete Laub- und Reisighaufen im Garten geben Hummeln einen guten Winterschutz.

Im Sommer wird darauf geachtet, dass Hummelnester nicht zugeschüttet werden. Angst braucht man vor den zuweilen auf den Blüten stark brummenden Tieren nicht zu haben. Sie sind vollkommen harmlos und stechen nicht.

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