• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Gartenzeit

Mineralien halten Nährstoffe fest

29.09.2018

Allgemein bekannt ist, dass Pflanzen zum Wachstum Nährstoffe brauchen. Diese müssen jedoch auch vom Boden „festgehalten“ werden, da sie sonst schnell auswaschen. Dazu geeignet sind bestimmte mineralische Materialien, wie Gesteinsmehle und Tonmineralien, die zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit sehr beliebt sind, da sie auch viele wichtige Spurenelemente enthalten.

Gesteinsmehle setzen sich als Bodenverbesserungsmittel aus allen wichtigen Mineralstoffen zusammen. Sie bestehen aus vulkanischem Gestein und sind in ihren Bestandteilen mit dem fruchtbaren Nilschlamm vergleichbar. Beide enthalten zur Hälfte Kieselsäure und zu einem Fünftel Aluminiumoxid (Ton).

Dünne Schichten

Der Gehalt an Kalk und Magnesium, der beim Nilschlamm bei etwa drei Prozent liegt, schwankt bei den Gesteinsmehlen je nach Herkunft zwischen vier und zwölf Prozent. Ähnlich sind die Werte wieder bei Eisen, Kalium und Natrium. Die Spurenelemente Bor, Jod, Kupfer, Kobalt, Zink, Chrom, Mangan, Molybdän und Nickel sind im Nilschlamm wie im Steinmehl reichlich enthalten.

Um das Gesteinsmehl in den natürlichen Kreislauf einzubinden, wird es dem Kompost in pulverdünnen Schichten zugefügt, rund fünf Kilogramm pro Doppelzentner Kompost. Natürlich kann man das Gesteinsmehl auch direkt auf das Land streuen. Ungefähr 100 Gramm werden jährlich pro Quadratmeter im Herbst oder Frühjahr ausgebracht und mit dem Sauzahn eingearbeitet. Verwendet man im Sommer Pflanzenjauchen, setzt man pro Gießkanne eine Handvoll Steinmehl zu und rührt es gut unter.

Tonmehle sind ebenfalls eine Art Gesteinsmehl, nur von bedeutend kleinerer Korngröße; jedes Teilchen ist kleiner als 0,002 Millimeter. Von der chemischen Substanz sind es verschiedene aluminiumhaltige Silikate. Im Handel gibt es diese Tonmineralien als Bentonit, benannt nach dem ersten Fundort Ford Benton (USA), und als Montmorillonit, ebenfalls nach seinem Fundort in Südfrankreich benannt.

Diese Tonmineralien entstanden ebenso wie Gesteinsmehle durch die Verwitterung vulkanischen Gesteins. Tonpartikel, die blättchenförmig ausgebildet sind, haben den unschätzbaren Vorteil, dass sie stark aufquellen können und dann Wasser und Nährsalze festhalten.

Während Wasser und Nährstoffe durch sandige Böden schnell in das Grundwasser gelangen und es durch hohe Nitratwerte auch noch belasten, halten Tonminerale durch Ionenaustausch diese Stoffe fest und geben den feinen Haarwurzeln der Pflanzen die Möglichkeit, sie aufzunehmen. Ein idealer Gartenboden besteht deshalb immer aus einem Gemisch von grobem, sandigem Material und Feinsubstanzen, wie Ton, die dann für Luftdurchlässigkeit, Wasserhaltevermögen und Nährstoffbindung des Bodens sorgen.

Ideale Krümelstruktur

Für eine hohe Bodenfruchtbarkeit kommt dabei dem Ton, der in jedem Dauerhumus enthalten ist, eine besondere Rolle zu. Er sorgt für eine ideale Krümelstruktur im Boden, ist die Grundlage für Bodenfruchtbarkeit und verhindert Auswaschungsverluste. Tonminerale werden sehr dünn und gleichmäßig auf die Kompostschichten aufgebracht, zwei Kilo pro Kubikmeter.

Ein Zuviel stört die Verdauungstätigkeit der Bodenorganismen und lässt den Kompost schmierig werden. Tonminerale kann man auf leichten Böden jetzt oder auch im Frühjahr direkt über die Beete ausbringen, 200 Gramm pro Quadratmeter sind die richtige Menge. Das feine Tonmehl wird dünn über die Beete gestreut und mit dem Sauzahn eingearbeitet.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.