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NWZonline.de Gartenzeit

Nährstoffe unter Kontrolle

30.11.2019

Um ein üppiges Wachstum im eigenen Garten zu erreichen, werden jährlich zahlreiche Düngemittel ausgebracht. Diese sicherlich gut gemeinte Nährstoffgabe führt aber in vielen Fällen leicht zu einer Überdüngung und damit zu Schäden und Qualitätsminderungen bei den Nutz- und Zierpflanzen.

Zuviel Phosphor und Kali

Untersuchungen haben inzwischen ergeben, dass ein Großteil der Gärten mit Phosphor, Magnesium und Kali, aber auch mit Stickstoff überversorgt sind. Der Grund für die Überdüngung liegt meistens in einer Überschätzung des Nährstoffentzuges durch die Kulturpflanzen. Dieser ist geringer als vermutet, zumal nur diejenigen Nährstoffe entzogen werden, die tatsächlich zum Verzehr bestimmt sind. Über Ernterückstände, die dem Kompost zugeführt werden, gelangt ein beträchtlicher Anteil von Nährstoffen in den Gartenboden zurück.

Bei den Schäden durch Überdüngung ist an erster Stelle die Qualitätsminderung zu nennen. Erhöhte Bodenwerte einzelner Nährstoffe führen zu einem Mangel an anderen Stoffen. Außerdem besteht der Verdacht, dass Pflanzen bei einer Überdüngung anfälliger auf bestimmte Krankheiten reagieren.

Als Konsequenz aus diesen Erfahrungen ist es sinnvoll, in Kleingärten alle drei bis fünf Jahre eine Bodenuntersuchung im Herbst oder Frühjahr vornehmen zu lassen, da allgemeine Düngeempfehlungen für die unterschiedlichen Böden zu ungenau sind.

Am einfachsten ist die Einsendung einer Bodenprobe an die regionalen Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalten oder an private Institutionen, deren Schwerpunkte die Bodenbeurteilung und Düngeempfehlungen im naturgemäßen Gartenbau sind.

Für eine aussagekräftige Bodenuntersuchung ist eine sorgfältige und richtige Probenentnahme ausgesprochen wichtig. Um eine Durchschnittsprobe seines Gemüselandes zu erhalten, nimmt man an etwa zehn gleichmäßig über die Fläche verteilten Stellen Proben. Dazu hebt man mit einem senkrechten 20 Zentimeter tiefen Spatenstich die Erde heraus und legt sie zur Seite. Mit einem zweiten dahinter liegenden senkrechten Stich entnimmt man eine Erdscheibe von rund drei Zentimetern Dicke. Von dieser Scheibe gibt man einen ebenfalls drei Zentimeter breiten Streifen (von oben nach unten) in einen sauberen Eimer.

Beutel beschriften

Nach abgeschlossener Probenentnahme wird der Inhalt des Eimers gut gemischt und etwa 500 Gramm Erde in einem sauberen Kunststoffbeutel oder in einer Bodenprobentüte verpackt. Der Beutel wird mit dem Namen des Einsenders und dem Entnahmedatum versehen. Angaben über die angebaute Kultur und die bisherige Düngung sind für die Beurteilung des Bodens sinnvoll. Für die Düngeempfehlung sollte man auch mitteilen, ob eine mineralische oder eine organische Düngung erfolgen soll. Letztere wird im naturgemäßen Anbau vorgezogen.

Eine ausgewogene, auf die Untersuchung abgestimmte Düngung schont dann auch den Geldbeutel. Die Ausgabe für eine Bodenuntersuchung, sie kostet im Schnitt 30 bis 40 Euro, ist schnell wettgemacht.

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