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NWZonline.de Gartenzeit

Blaues Wunder im Blumenbeet

17.03.2018

Wegen seines üppigen Wachstums und der überreichlichen Blüte hat der Borretsch in den letzten Jahren viele Blumenbeete erobert und ist nicht mehr nur im Kräutergarten zu finden. Auch ein Platz in Gemüsebeeten, ähnlich wie Ringelblumen, ist möglich und wird gern in den Bauerngärten praktiziert. Ihre Heimat hat diese einjährige Pflanze im westlichen Mittelmeerraum, seit Jahrhunderten ist sie aber auch bei uns eingebürgert.

Nahrhafter Boden

Die schwarzen Samenkörner des Borretsch werden ab April direkt ins Freiland ausgesät, Folgesaaten alle drei bis vier Wochen lohnen sich bis Ende Juli. Da die Pflanzen zu großen, buschigen Exemplaren heranwachsen und viel Platz benötigen, sät man weitläufig aus und deckt gut mit Erde ab, da der Borretsch ein Dunkelkeimer ist. Der Boden sollte nahrhaft und durchlässig sein, Staunässe wird schlecht vertragen.

Die Samen keimen ziemlich schnell, und es entwickelt sich eine Blattrosette, aus der ein kräftiger, saftiger, verzweigter Stängel bis zu einer Höhe von einem Meter wächst. Der Stängel ist mit behaarten, eiförmig zugespitzten Blättern versehen. Aus den Blattachseln wachsen langgestielte Blütenbüschel, die den ganzen Sommer über blühen. Die sternförmigen Blüten sind zuerst rosa und werden dann leuchtend blau mit weißem Schlund. Die auffallenden Blüten, die von Insekten reichlich besucht werden, haben dem Borretsch auch die volkstümlichen Namen „Blauhimmelstern“ und „Liebäuglein“ gegeben. Haben sich später die ersten Samen gebildet, locken sie viele Vögel an, vor allem Grünfinken sind besonders erpicht auf diese Nahrung.

In der Küche werden die frischen Blätter und Blüten verwendet. Die jungen Blätter sind saftig und schmecken etwas bitter nach Gurken, deshalb auch der Name Gurkenkraut. Die ersten Blätter werden zu Kräuterquarks und Rohkostsalaten im Frühling verwendet, größere Blätter bereitet man wie Spinat zu. Ausgezeichnet schmecken die jungen Blätter auch zu Gurkensalat.

Blüten zum Garnieren

Die Blüten eignen sich zum Garnieren von Salaten, Quarks und kalten Platten und werden mitgegessen. Im Sommer geben Borretschblüten in Fruchtsaftgetränken oder Bowlen eine kühlende Wirkung. Man kann sie auch zu Eiswürfeln gefrieren und später in Getränken auftauen lassen. Eine beliebte Zubereitung in vorigen Jahrhunderten war das Verzuckern von Blüten. Dazu werden die frischen Blüten kurz in Eischnee getaucht, mit Zucker überstreut und an warmer Stelle getrocknet. So zubereitet sind sie eine Dekoration von Backwaren und ein ausgefallenes Konfekt. In gut verschlossenen Gefäßen halten sie sich eine Zeit lang.

Einmal im Garten angesiedelt, wächst Borretsch jedes Jahr wieder von alleine, da er sich stark aussamt. Hilfestellung leisten die Ameisen, die den Samen verschleppen und so die Ausbreitung fördern.

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