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NWZonline.de Gartenzeit

Regiosaatgut auch für die Naturwiese

08.06.2018

Bis zum Jahr 2020 soll es europaweit eine flächendeckende Versorgung mit Regiosaatgut geben. Samen und Pflanzen gebietseigener Wildblumen und Wildgräser aus gesicherten Herkünften sollen die typische regionale Flora – und auch Fauna – erhalten.

Der Verband deutscher Wildsamen- und Wildpflanzen-Produzenten e.V. (VWW) unterscheidet 22 definierte Ursprungsgebiete und erlaubt eine Zertifizierung der „gebietseigenen“ Herkunft ausschließlich bei geeigneten Arten, die auch tatsächlich in der Region vorkommen. Die Einhaltung der strengen Herkunfts- und Qualitätskriterien wird durch das renommierte LACON-Institut regelmäßig geprüft.

Seit 2008 ist das erste bundesweit einheitlich zertifizierte Wildsaatgut erhältlich. Mit diesem Zertifikat erhält der Kunde ein hohes Maß an Qualitätssicherheit und einen Herkunftsnachweis.

Mehr Alternativen nutzen

Hartmut Müller-Mangels, BUND-Vorsitzender der Kreisgruppe Friesland, testet in seinem aktuellen Gartenprojekt derzeit einen blühenden Regiosaum. Die Frischwiese gibt es als Regio-Grundmischung für das nordwestdeutsche Tiefland – eine interessante Alternative für den herkömmlichen Rasen auch im Hinblick auf das drastische Insektensterben.

Die Mischung macht’s

Denn die Mischung macht’s: das Regiosaatgut für die Wiese enthält eine ausgewählte heimische Vielfalt. Von Achilleamillefolium (Schafgarbe) über Leucanthemum ircutianum (Zahnörchen-Margerite) bis zur Silene latifolia subsp. Alba (Weiße Lichtnelke) reicht zu Zusammensetzung. Sie besteht zu 70 Prozent aus Gräsern sowie 30 Prozent Leguminosen (Hülsenfrüchtler) und Kräutern. Ein Paradies auch für die Tierwelt, denn Schmetterlinge, Käfer oder Bienen sind für eine erfolgreiche Population auf die Pflanzenvielfalt angewiesen.

Lückenloser Nachweis mit Zertifikat

Die verschiedenen Regiosaatgut-Mischungen, die beispielsweise von renommierten Saatgut-Produzenten wie Rieger-Hofmann oder Saaten-Zeller angeboten werden, sind auf die jeweiligen klimatischen Bedingungen abgestimmt. Das aufgesammelte Saatgut der Regionen wird weiter vermehrt und lässt sich durch das Zertifikat RegioZert® lückenlos verfolgen.

Mährhythmus ist entscheidend

Gut geeignet sind die Regiosaaten sowohl für den Urboden bei der Neuanlage des Gartens, für die Ergänzung von Rasen- oder Beetinseln bis hin zur Umwandlung von herkömmlichen Rasenflächen in Naturwiese beispielsweise mit Hornklee, Braunelle, Habichtskraut und Moos. „Wer den Rasen ausmagert und den Mährhythmus streckt, erreicht diesen Effekt fast automatisch“, weiß Müller-Mangels aus Erfahrung, dass Gräser sehr geduldig sind. Wichtig sei, den jeweiligen Boden gut vorzubereiten und nach der Aussaat gut zu wässern. Walzen – Einsäen – Wässern lauten die Schritte bei der Neuanlage. Hobbygärtner zu überzeugen, dass dieser Schritt zur Naturwiese einfach Sinn macht, dafür ist der 74-Jährige im BUND mit Herz unterwegs und hofft auf mehr Mut zu Veränderungen. Bunte Wiese statt englischer Rasen sollte viel mehr Schule machen, hofft der Gartenexperte.

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Mehr Informationen unter   www.regiozert.de 
  www.saaten-zeller.de 
  www.rieger-hofmann.de 
Swantje Sagcob
Redakteurin
Sonderthemen Redaktion
Tel:
0441 9988 4661

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Landkreis Friesland | Bund

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