Aufgrund der recht kurzen Vegetationszeit von knapp drei Monaten bietet sich Chinakohl als sehr empfehlenswerte Nachfrucht auf jetzt frei werdenden Beeten im Garten an. Wichtig ist immer die Einhaltung des späten Aussaattermins ab Mitte Juli bis Anfang August; denn als Kurztagspflanze bildet der Chinakohl nur in Zeiten mit kürzerem Tageslicht Köpfe. Frühe Aussaaten führen zum Schießen und Blühen, während zu späte Aussaaten keine ausreichende Erntemenge mehr bringen. Als Sorten haben sich „Hongkong“, „Nagaoka“, „Nippon“ und „Granat“ bewährt.

Die Saat wird dünn auf die Beete ausgebracht; sind diese noch nicht frei, lässt sich Chinakohl auch im Anzuchtbeet vorkultivieren. Dort werden die Jungpflanzen pikiert, sobald sich das zweite Laubblatt zeigt. Haben die Pflanzen im August eine Höhe von ca. 15 Zentimetern erreicht, erhalten sie ihren endgültigen Stand auf den dafür vorgesehenen Beeten; der Reihenabstand beträgt 40 cm und in der Reihe 30 cm. Wird Chinakohl auf Beete gepflanzt, die nicht im Frühjahr mit Kompost versorgt wurden, ist eine jetzige Düngung mit Kompost oder organischem Dünger erforderlich, der in den Boden eingearbeitet wird. Bei Trockenheit ist stets regelmäßig zu gießen; auf spezielle Düngung während der Kultur kann verzichtet werden, da dies nur zu unerwünschter Triebigkeit und erhöhten Nitratwerten führt.