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Dachbegrünung: Mehr Grün auf Dach & Garage

23.04.2021

„Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ Mit diesem Hit hat Rudi Carrell einst den verregneten Ferienmonaten ein Denkmal gesetzt. Bei langen Hitzewellen, Wasserknappheit und plötzlichen Starkregen mit Überschwemmungen wünschen sich viele den Sommer von früher zurück. Doch war der wirklich besser?

Ein Blick in Chroniken zeigt, dass unser Wetter schon immer Kapriolen geschlagen hat. Egal, die Umwelt ist zu wertvoll, weiter machen wie bisher geht nicht. Dass jeder Einzelne im Alltag etwas für unser Klima tun kann, ist bekannt. Dass dies auch mit cleverer Gestaltung von Haus und Garten geht, vielen nicht.

Klimaverbesserung

Die eigene Grünfläche oder Dachterrasse in sozialer Verantwortung zu sehen, ist begrüßenswert. Wer etwas zur Klimaverbesserung tun will, kann das mit Nachbarn aktiv bewerkstelligen. So kühlen zum Beispiel Teiche mit Binsengewächsen die Umgebung merklich ab – oder Springbrunnen, Dachterrassen und begrünte Dächer.

„Sicherlich lösen sich die Probleme, die wir über lange Zeit geschaffen haben, nicht einfach in Luft auf, indem wir Grünflächen auf Dächern anlegen. Doch besonders in stark bebauten Gebieten bringt eine Dachbegrünung viele Vorteile mit sich. Sie schützt die Abdichtung eines Daches vor extremen Temperaturen, Hagel, Wind und anderen Witterungseinflüssen, entlastet die Kanalisation vor allem bei Starkregen, indem sie Wasser speichert oder es verdunstet“, sagt Sonja Alex vom Dachbegrünungsspezialisten Optigrün. Eine Dachbegrünung kühlt im Sommer und isoliert im Winter, trägt zur Luftbefeuchtung und Feinstaubfilterung bei. Das alles hat einen positiven Einfluss auf die klimatischen Verhältnisse und erhöht unsere Wohnqualität. Gut aussehen tut’s auch.

Zum Thema Haltbarkeit von Hausdächern belegt der Verband Deutscher Dachgärtner e.V. in seinem Praxisratgeber „Das 1 x 1 der Dachbegrünung“, dass – fachgerecht ausgeführt – die Lebensdauer einer Dachabdichtung verdoppelt werden kann. Normal sind es 15 bis 25 Jahre.

Die richtige Wahl

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, steht dann noch die Frage an „welche Pflanzen sollen es sein und welche sind besonders geeignet für luftige Höhen?“ In erster Linie sind das neben klassischem Rasen alle Pflanzen mit möglichst kleinen und flachen Wurzelballen oder bereits vorkultivierte Pflanzenmatten. Anspruchslos und trockenheitsresistent, mit verhältnismäßig dünner (leicht) Substratschicht auskommend, das ist besonders gut. Dazu gehören:  Federnelke  Kleines Habichtskraut  Hauswurz  Heidenelke  Karthäusernelke  Kriechender Thymian  Teppich-Sedum  Milder oder Weißer Mauerpfeffer.

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Laut dem Bundesverband GebäudeGrün e.V. auch Zwergsträucher mit einer Wuchshöhe von 20 bis 100 Zentimetern. Unter anderem:  Heidekraut  Teppich-Zwergmispel  Geißklee  Thunbergs Berberitze  Kriech-Wacholder  Lavendel  Immergrüne Kriech-Heckenkirsche  Japanischer Ysander oder  Russische Zwergmandel.


Mehr Informationen unter   www.gebaeudegruen.info 
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