Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

hecken Der natürlichste Sichtschutz der Welt

Katharina Resmer

Im Garten nach dem Feierabend abschalten, mit Freunden auf der heimischen Terrasse grillen – das ist alles wunderbar. Klappt aber nur, wenn man vor neugierigen Blicken von außen sowie vor Wind geschützt ist. Deswegen gehört ein durchdachter Sichtschutz zu den wichtigsten Aufgaben einer Gartenplanung. Und obwohl schicke Mauern und Zäune der Hecke mittlerweile Konkurrenz machen, bleiben die grünen Wände immer noch die beliebteste Variante.

„Mauern und Zäune haben zwar dieselbe Funktion. Aber nur eine Hecke besteht aus lebendigem Material“, sagt Maik Bohlken von der gleichnamigen Baumschule in Bad Zwischenahn. „Nur sie verändert ihre Größe und Form, und mit der Zeit auch die Farbe, falls man sich für eine Blühhecke entscheidet.“ Die Hecke sei aufgrund ihrer Beschaffenheit zudem windabweisender als ein Zaun. „Man hat mit ihr auch einen besseren Lärm- und Schallschutz“, sagt der Experte. „Und natürlich bietet eine Hecke im Winter vielen Tieren einen Unterschlupf.“

Immergrün oder blühend

Die Wahl der passenden Hecke fällt nicht immer leicht. „Zunächst einmal muss man sich dafür entscheiden, ob es eine immergrüne oder eine blühende Hecke werden soll“, erzählt der Fachmann. „Das ist eine rein geschmackliche Entscheidung.“

Bei den immergrünen Hecken sei derzeit vor allem der Portugiesische Kirschlorbeer beliebt. „Denn dieser sieht nicht nur schön aus, er ist auch sehr pflegeleicht“, erklärt Maik Bohlken. „Sein kleines Laub lässt sich gut und einfach schneiden, zudem fällt nur wenig Schnittabfall an. Und auch wenn der Name sehr mediterran ist: Die Pflanze ist winterhart und deswegen gut in unserer Region einsetzbar.“ Glanzmispeln fänden ebenfalls viel Anklang, seien allerdings nicht so winterfest.


Wer eine bunte beziehungsweise blühende Hecke möchte, für den kommen unter anderem Forsythien und Liguster infrage. „Auch Deutzien und der sogenannte Schneeball werden gern genommen, ebenso wie die Felsenbirne und der Gelbe Hartriegel“, erzählt der Gartenprofi. „Ganz typisch für unsere Region ist natürlich auch der Rhododendron.“

Eine Frage des Standorts

Neben dem persönlichen Geschmack spielt auch der Standort der Hecke eine wichtige Rolle bei der Pflanzenauswahl. „Dabei muss zum Beispiel berücksichtigt werden, ob dieser sehr anfällig für Sturm ist, um dementsprechend windverträgliche Heckenpflanzen zu wählen“, sagt Maik Bohlken. „Bei kleineren Grundstücken brauche ich eine Hecke, die etwas schmaler bleibt – und natürlich spielen Sonnen- und Schattenplätze auch eine Rolle.“

Bei einem sonnigen Standort kommen sehr viele Hecken infrage – „zum Beispiel der klassische wie auch der Portugiesische Kirschlorbeer und Bambus, um nur einige zu nennen“, zählt der Experte auf. „Bei einem schattigen Standort gibt es eine deutlich eingeschränktere Auswahl. Da geht der Kirschlorbeer zwar auch, empfehlenswerter wäre aber beispielsweise die Eibe.“

Eine Hecke pflanzen

Eine Hecke sollte man entweder im Herbst oder im Frühjahr anpflanzen. „Viele unserer Kunden machen das in Eigenregie und holen sich von uns Tipps and Anregungen“, erzählt Bohlken. „Unter anderem ist es empfehlenswert, vor dem Ausheben der Erde eine Schnur zu spannen, damit die Hecke gerade wird, und die Pflanzen vor dem Einsetzen ordentlich zu wässern.“

Richtige Pflege

Hecken sind leicht zu pflegen. „Der jährliche Schnitt ist dabei am wichtigsten“, betont Maik Bohlken. Düngen sollte man die Hecke selbstverständlich auch. „Dabei ist es entscheidend, darauf zu achten, dass der Dünger kein Salz enthält“, mahnt der Experte. „Denn viele Gehölze beziehungsweise ihre Wurzeln können dieses nicht vertragen.“ Besser seien Natur- oder Kompostdünger, die ohne Salz hergestellt werden. „Wenn es sehr trocken ist, das Gießen nicht vergessen – und das war’s im Grunde genommen schon.“

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von „Happy End“

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden