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Die Blumenesche als Klimabaum Behangen mit kleinen Blumensträußen

Janine Schulze
Der Name der Blumenesche kommt durch ihre üppigen Blütenstände, die den Baum im Frühjahr schmücken.

Der Name der Blumenesche kommt durch ihre üppigen Blütenstände, die den Baum im Frühjahr schmücken.

Canva

Die Blumenesche (Fraxinus ornus), auch bekannt als Mannaesche, zählt zu den Ölbaumgewächsen (Oleaceae) und ist ein wahres Multitalent unter den Bäumen, das besonders in Zeiten des Klimawandels eine immer größere Bedeutung erlangt. Ursprünglich in den Trockenwäldern und Berghängen Südeuropas sowie im östlichen Mittelmeerraum beheimatet, findet die Blumenesche zunehmend ihren Weg in unsere heimischen Gärten und Stadtparks.

Eine Pflanze mit modernem Nutzen

Die Blumenesche verdankt ihren Namen dem spektakulären Blütenschmuck, der an kleine Blumensträuße erinnert und die Baumkrone im Frühling in ein Meer aus cremeweißen Blüten taucht. Doch die Pflanze ist nicht nur wegen ihrer Schönheit geschätzt. Der aus ihren Astwunden austretende süße Saft, überwiegend bestehend aus Mannitol, einem alkoholartigen Zucker, wurde früher vor allem als Abführmittel genutzt und findet auch heute noch in der Medizin sowie als Süßstoff für Diabetiker Verwendung.

Die Besonderheiten der Blumenesche

Mit einer maximalen Wuchshöhe von bis zu 15 Metern und ihrem geraden, durchgehenden Stamm bildet die Blumenesche eine gut verzweigte, kugelförmige und doch lichte Krone. Ihre hellgraue, glatte Rinde und die unpaarig gefiederten, bis zu 20 Zentimeter langen Blätter, die sich im Herbst in ein leuchtendes Goldgelb verwandeln, machen sie zu einem attraktiven Blickfang in jedem Garten.

Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni, in der sich angenehm duftende, cremeweiße Blütenrispen zeigen, die nicht nur das Auge erfreuen, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten darstellen.

Ein Klimabaum par excellence

Die Blumenesche wird aufgrund ihrer Trockenheitsresistenz, ihrer guten Gesundheit und ihres hohen Zier- und Nutzwerts als Klimawandelgehölz eingestuft. Sie bevorzugt sonnige Standorte und braucht sandige, steinige und kalkhaltige Böden, die gut durchlässig sind. Schatten und konkurrenzstarke Bäume verträgt die Blumenesche hingegen nicht gut. Hat sie den idealen Standort, ist sie vollkommen pflegeleicht. Mit Wurzelballen kann die Blumenesche das ganze Jahr über, außer bei Frost, eingepflanzt werden. Ihre gute Winterhärte, die in manchen Regionen Deutschlands bereits unter Beweis gestellt wurde, macht sie zu einer robusten und widerstandsfähigen Pflanze, die den Herausforderungen des städtischen Klimas gewachsen ist.


Die Blumenesche in der Stadt

Besonders in urbanen Räumen zeigt die Blumenesche, was in ihr steckt. Als Straßenbaum eignet sie sich hervorragend, da sie nicht nur Streusalz verträgt, sondern auch mit den oft trockenen Bedingungen an Stadtstandorten zurechtkommt. Ihre Tiefwurzeln machen sie sehr standsicher, was sie zu einer idealen Wahl für die Begrünung von Städten und zur Hangsicherung macht. Mit ihrem geringen Pflegeaufwand und der Fähigkeit, unter schwierigen Bedingungen zu gedeihen, ist sie ein Vorbild für die Anpassungsfähigkeit der Natur.

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