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NWZonline.de Gartenzeit

Anspruchslose Schönheiten

22.12.2018

Schon seit Generationen sind Drachenbäume ein gerngesehener Zimmerschmuck, anspruchslos in der Pflege und elegant im Aussehen. Die Gattung Dracaena, auch Drazäne oder Drachenlilie genannt, umfasst ein Sortiment von gut 20 Arten, die von den Kanaren, aus dem tropischen Afrika und Asien bis Australien stammen.

Von den Kanarischen Inseln kommt Dracaena draco, der gern als Kübelpflanze gehalten wird. Diese Art ist am unempfindlichsten und verträgt gut Lufttrockenheit und Wärme. Ideal ist eine Überwinterungstemperatur von 15 Grad – bei Temperaturen unter zehn Grad drohen allerdings Unterkühlungsschäden. Im Sommer steht dieser Drachenbaum, der als einziger auch über Samen zu vermehren ist, am besten im Freien an einer sonnigen Stelle.

Duftende Blüten

Schon etwas wärmebedürftiger ist die Duftende Drachenlilie (Dracaena fragens, in den Zuchtformen „Rothiana“, „Massangeana“, „Victoria“) mit ihren unregelmäßig gelb gestreiften Blättern, die 50 bis 70 Zentimeter lang werden. Nach mehreren Jahren blühen diese Pflanzen, wobei sie einen herrlichen Duft ausstrahlen, der ihnen auch den Namen gegeben hat. Für die einfache Zimmerkultur ist noch Dracaena hookeriana aus dem Kapland zu nennen, die bis zu 80 Zentimeter lange Blätter aufweist.

Nur diese drei Arten vertragen einen Sommeraufenthalt im Freien und sind problemlos zu pflegen, während die anderen einen eher wärmeren, ganzjährigen Stand im Haus benötigen, wo auch die Nachttemperaturen nicht unter 18 Grad sinken. Diese klein bleibenden Drazänen fallen vor allem wegen ihres bunten Laubes auf.

Aus Madagaskar stammt Dracaena marginata mit besonders schmalen, rotbraun geränderten Blättern, von der Insel Mauritius Dracaena reflexa, deren weißbunte Zuchtform „Song of India“ besonders beliebt ist. Aus Derema im ostafrikanischen Usambaragebiet kommt Dracaena deremensis mit ihren bunt blättrigen Zuchtformen „Bausei“ und „Warneckii“.

Bei der Pflege aller verschiedenen Drachenbäume ist zu bedenken, dass alle grünblättrigen Arten robuster sind, während die weißbunten empfindlicher reagieren, da die chlorophyllfreien Teile nicht zur Ernährung beitragen können.

Hell und ohne Sonne

Als Standort für alle Drazänen ist ein heller, unbesonnter Platz ideal. Der Ballen wird ohne Vernässung feucht gehalten, wobei im Winter ist der Wasserbedarf geringer. Ein Benetzen der Blätter ist beim Gießen zu vermeiden, da es Blattflecken hervorruft. Von März bis August wird dem Gießwasser alle zwei Wochen ein Volldünger beigefügt.

Ein Umsetzen der Jungpflanzen geschieht am besten im Mai. Ältere Exemplare, die zu groß geworden sind, kann man problemlos einkürzen. Die Pflanzen treiben aus schlafenden Knospen willig aus, während die abgeschnittenen Triebteile als Ableger in Erde wieder anwurzeln.

Kommt es über Winter zu einem Befall mit Schild- und Schmierläusen, Spinnmilben oder Thripsen, ist meist die trockene Zimmerluft Schuld. Mithilfe von Schmierseifenlösungen oder käuflichen Mitteln auf Basis von Kaliseife kann man diesen Befall schnell beseitigen. Langfristig hilft aber nur eine Verbesserung der Pflegebedingungen. Zeigen sich hingegen braune Blattspitzen, weist dies auf eine Überdüngung, auf Ballentrockenheit oder Zugluft hin.

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