Hinrich Arkenau weer bi de Kripo in Delmenhorst, un in dat Johr 1905 fung he an, so nebenbi Blomen un Grööntüch antoplanten. Dat ut den Namen Arkenau maal‘n Markenteken weern schull, dat‘n bannig goden Namen hett, dat kunn he to de Tiet rein gor nich weten. Al sien Söhn Heinrich un ok sien Enkel Rolf Arkenau weern Meister för de Gaarneree un harrn ehren Bedrief an‘n Ströhenweg in Delmenhorst.

„Ik harr een wunnerbore Kindheit harrt, un de Gaarneree van mine Öllern weer för us best as‘n Platz to‘n Spälen“, dat weet Ralph Arkenau to vertellen, de nu in de veerte Generation den Bedrief in sien Hannen hett. Veel Tiet gung in sien Jungenjohrn ok weg mit sien Modelliesenbahn. Geern mit dorbi weer ok Vadder Rolf, de in sien Kindheit jümmer een Modelliesenbahn as groten Wunsch harrt harr, awer dat bleev‘n Wunsch.

Mit de Johrn keem Ralph ut de Puschen, un he weer veel mit sien Frünnen unnerwegens. Dat gung to‘n Bispill na de Seen in‘e Naberschupp to‘n Surfen. In‘e Nordsee weern em de Bulgen to hooch, un so bleev he dor, wor dat Water wat sinniger is. För de School harr he nich alltoveel in‘n Sinn. „Ik heff toeerst nich wusst, wat dat egentlich schull. Eerst in‘e Berufsschool bün ik dor achter kamen, dat dat doch nich allns för umsünst is, un dor heff ik Gas geven“, vertellt Ralph mit‘n Smustern. Mit dat Oller harr he dat ok jümmer mehr mit de Planten; un so lehr na de Realschool up Goorner bi Günter Melle in Gannerseer. „Dat weer‘n Milensteen för dat Leven in minen Beroop“, vertellt Ralph. In‘n Bedrief van sien Öllern geev dat jümmer wat to doon, un so hett he na de Lehrtiet hier eerstmaal wietermaakt. In Ankum hett Ralph denn noch twee Johr lang up Florist lehrt. Hier weer he so wat as‘n „Hahn in‘n Korv“, de eenzige Keerl tohoop mit foffteihn Froolüüd!

Achteran maak he sinen Meister in Bad Twüschenahn, un dat mit de Note „Sehr gut“. Af 1. Juli 1996 weer he in‘n Bedrief van sine Öllern de eerste Mann an‘e Sprütt. Disse Bedrief leeg middenmang twüschen Wohnhüüs, un hier kunn he nich grötter weern. Ok wat dat Parken för de Kunnen angung, dat weer ut de Tiet. As he an‘n Neddersassendamm an‘n Rand van Delmenhorst Land kopen kunn, hett Ralph Arkenau nich lang överleggt. „Ganz oder gar nicht“ hett he hier‘n „Gartencenter“ boot, mit een Flach to‘n Verkopen van 7 000 Quadratmetern (vördem 1 000), un 160 Plätze to‘n Parken kemen dorto (vördem 16). Middenmang in dat „Gartencenter“ hett he denn ok noch dat „Café Cube“ up de Been stellt. Siet den eersten apen Dag in‘n Maimaand 2011 weet Ralph Arkenau, dat dat de rechte Weg weer. Een swore Tiet weer för em de „Corona-Lockdown“. „Kiene Kunnen in‘n Center, un wi mossen elkeen Dag mit ankieken, wo de Blomen Blöör un Blöden hangen leten. Dat weer Pien för us Hart“, weet Ralph to vertellen. Tominnst‘n paar Blomen kunnen ehren Weg na de Hüüs för de Senioren finnen.

Dat Gartencenter broch Ralph Arkenau nich bloots eenmaal Glück. To‘n eersten is de Familjenbedrief för de tokamen Tiet best upstellt. To‘n tweeten hett he hier in dat Center de Froo an sien Siet, Britta, kennenlehrt. „Dat hett woll‘n beten länger mit us duurt, man nu is dat Glück rejell dor“, smustert Ralph. Sine dree utwussen Kinner gaht al up‘n egen Padd.

Bannig glücklich is he, dat mit sinen Söhn Philipp al de fiefte Generation praat steiht. „För mi is dat een groot Glück, wenn Philipp neven sien Studium hier in dat Center is un wi beide tohoop de Hannen rögen drööft“. De Arkenaus sünd even all Goorners mit veel Hart un veel Füür.

Beten wat över Ralph Arkenau:

Dat Öller: 58

Ik wahn in: Delmenhorst

Familjenstand: In fasten Hannen – dree Kinner

Ik mag geern: Planten, Natuur un tohoop wesen mit Minschen

Opregen do ik mi över: Dummheit un Egoismus

An‘n leevsten to äten: Salate, sülfst maakt, in all Variationen

Dat kummt mi nich op‘n Disch: Dat gifft dat nich

Dar föhr ik geern maal hen: In‘n Hasbruch un dor‘n Gang maken

Mien Hobby: Mien Beroop

An‘n leevsten mag ik höörn: Ik bün dor nich fastleggt

Dat Book gefallt mi besunners goot: In de Urlaubstiet lääs ik geern de Krimis van Klaus-Peter Wolf

Mien gröttste Wunsch: Freden un Gesundheit

Dat is mien Snack: Mien Uropa sä jümmer: „Do wat du wullt, de Lüüd snackt doch!“

Übersetzung ins Hochdeutsche:

Dreifaches Glück im Gartencenter

Ralph Arkenau erweiterte das Familienunternehmen um ein Vielfaches

Hinrich Arkenau war bei der Kripo in Delmenhorst und im Nebenerwerb begann er 1905 mit der Aufzucht von Blumen und Gemüse. Das der Name Arkenau einmal zu einer beliebten Marke werden sollte, konnte er damals noch nicht ahnen. Schon sein Sohn Heinrich und auch sein Enkel Rolf Arkenau waren Gärtnermeister und hatten ihre Gärtnerei am Ströhenweg in Delmenhorst. „Ich habe eine tolle Kindheit gehabt und die Gärtnerei meiner Eltern war immer ein beliebter Spielplatz“, erinnert sich Ralph Arkenau dem jetzigen Inhaber in der vierten Generation. Viel Zeit verbrachte er in jungen Jahren auch mit seiner Modelleisenbahn. Gerne mit dabei war auch Vater Rolf, der sich als Kind immer eine Modelleisenbahn gewünscht hatte, aber dieser Wunsch blieb unerfüllt. Mit den Jahren wurde Ralph flügge und war viel mit seinen Freunden unterwegs. Dann ging es zum Beispiel zu den umliegenden Seen zum surfen. Die Nordsee hatte ihm zu hohe Wellen, daher blieb er lieber auf ruhige Gewässer. Die Schule war für ihn ein notwendiges Übel. „Ich habe anfangs nicht den Sinn darin gesehen. Später in der Berufsschule, als ich den Sinn erkannt habe, da habe ich Gas gegeben“, lächelt Ralph. Mit dem Alter kam auch immer mehr das Interesse für Pflanzen und so machte er nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung zum Gärtner bei Günter Melle in Ganderkesee. „Das war ein wichtiger Abschnitt in meinem beruflichem Leben“, erzählt Ralph. Da im elterlichen Betrieb jede helfende Hand gebraucht wurde, ging es zunächst nach der Ausbildung zurück. In Ankum machte Ralph dann noch eine zweijährige Ausbildung zum Floristen. Hier war er so etwas wie der „Hahn im Korb“, alleine mit 15 Kolleginnen. Anschließend machte er in Bad-Zwischenahn seinen Gärtnermeister und das mit der Note „Sehr gut“. Am 1. Juli 1996 übernahm er die Verantwortung für den elterlichen Betrieb. Dieser war mitten in einem Wohngebiet und eine Erweiterung war nicht möglich. Auch die wenigen Parkplätze für die Kunden, waren alles andere als zeitgemäß. Als er am Niedersachsendamm am Rande der Stadt Delmenhorst ein Grundstück erwerben konnte, griff Ralph Arkenau zu. Nach dem Motto:“Ganz oder gar nicht“ baute er hier ein Gartencenter, mit einer Verkaufsfläche von 7.000 Quadratmetern (vorher 1.000) und dazu 160 Parkplätze (vorher 16). Mitten im Gartencenter richtete er zusätzlich das „Café Cube“ ein. Seit der Eröffnung im Mai 2011 hat Ralph Arkenau diesen Schritt nie bereut. Eine schwere Zeit war für ihn der Corona-Lockdown. Keine Kunden im Center und wir mussten jeden Tag mit ansehen, wie die Blumen verblühen. Da blutet einem das Herz“, erinnert sich Ralph. Zumindest einige Blumen konnten Seniorenheime zur Verfügung gestellt. Dieses Gartencenter hat Ralph Arkenau gleich mehrfach Glück gebracht. Zum einen ist der Familienbetrieb für die Zukunft gerüstet. Hier im Center hat er seine Lebensgefährtin Britta kennengelernt. „Es hat zwar etwas länger mit uns gedauert, aber jetzt sind wir umso glücklicher“, schmunzelt Ralph. Seine drei erwachsenen Kinder gehen bereits ihre eigenen Wege. Sehr glücklich ist er, dass mit seinem Sohn Philipp bereits die 5, Generation in den Startlöchern steht. „Für mich ist es ein großes Glück, wenn Philipp neben seinem Studium hier im Center ist und wir beide zusammenarbeiten dürfen“. Die Arkenaus sind eben alle Gärtner mit Herz und Leidenschaft.