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NWZonline.de Gartenzeit

Vor der Ernte kommt die Pflege

28.04.2018

Um in wenigen Wochen gesunde, leckere Erdbeeren zu ernten, geht es bei der Pflanzenpflege in den Endspurt. Gut drei Wochen, bevor die ersten Früchte reifen, werden die Reihen gründlich mit Holzwolle oder Stroh abgedeckt. Dies schafft ein trockeneres Mikroklima und verhilft zu einer Ernte nicht versandeter Früchte.

Einstichstelle am Stiel

Gerade der Grauschimmel (Botrytis) sorgt oft für gravierende Ausfälle, wenn eine Abdeckung nicht erfolgt. Dieser Pilz, der auf abgestorbenen Pflanzenteilen überwintert, infiziert im Frühjahr die Erdbeerpflanzen. Begünstigt wird diese Krankheit durch häufige Niederschläge während der Fruchtbildung und durch einen zu engen Stand. Die befallenen Früchte zeigen als Folge einen sich schnell vergrößernden grauen, flächigen Schimmelbelag.

Anfällig für Grauschimmel ist die Sorte Senga Sengana, weniger anfällig sind Tenira und Elista. Gute Ergebnisse haben eine Bepflanzung mit Knoblauch oder Zwiebeln zwischen gefährdeten Kulturen gebracht. In gefährdeten Lagen kann ab der Blüte auch mit Schwefel-Kräutermischungen gespritzt werden. Erkrankte Früchte und Blätter sind zu entfernen und kommen nicht auf den Kompost.

Während der Blütezeit der Erdbeeren ist darauf zu achten, ob die Blüten welken und sich am Stiel eine Einstichstelle zeigt. In diesem Fall handelt es sich um einen Schaden durch den Erdbeer-Blütenstecher, einem Rüsselkäfer. Dieser überwintert in der Bodenstreu und nagt im Frühjahr an den Blättern. Die Weibchen legen dann vor der Blütezeit der Erdbeeren die Eier in die Knospe und stechen den Blütenstiel an, der verwelkt.

Die Larven ernähren sich gut versteckt von dem Rest der Blüte und verpuppen sich nach etwa zwei Wochen. Einige Wochen später schlüpft daraus die nächste Generation der Käfer, die dann im Laub überwintert. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, reicht es aus, zur Blütezeit der Erdbeeren welke Knospen abzupflücken und zu entfernen, um damit das Schlüpfen der Larven zu verhindern.

Sojaschrot als Lockmittel

Nach der Blüte lassen sich gelegentlich unter den Pflanzen noch vor der Erntezeit grüne, abgebissene Erdbeeren auf dem Boden finden. Von diesen Früchten sind die grünen Kelchblätter und auch zum Teil die Kerne abgepickt worden. Dies ist das Schadbild des Erdbeersamen-Laufkäfers, der eigentlich ein nützliches Tier im Garten ist. Da der Käfer ein Fleischfresser ist, lässt er sich sehr gut mit Sojaschrot als Köder ablenken. Es reicht aus, pro Qua­dratmeter 10 bis 20 Gramm Sojaschrot auszustreuen, das man zwecks besserer Lockwirkung mit etwas Fleischbrühe anfeuchtet.

Kommt es hingegen zu flächigen Schabestellen an den Früchten, sind meist Schnecken dafür verantwortlich, die man am besten absammelt.

Fangen die Beeren an, sich rot zu verfärben, mag ein Vogelschutz notwendig sein. Bewährt haben sich feine Gemüsefliegennetze, die locker über die Beete gelegt werden.

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