G erade im Naturgemäßen Gartenbau, der auf vielfältiges Leben mit seinen Wechselbeziehungen aufbaut, ist die Erdkröte ein gern gesehener Gast, nicht zuletzt deswegen, weil ihre Nahrungstiere vorwiegend aus Nacktschnecken, Gliederfüßern, Larven und Spinnen bestehen.

Außer in Gärten leben Erdkröten überall in Mitteleuropa in Parks, Ruinen, Weinbergen, Hecken, Streuobstwiesen, Laubwäldern, Steinbrüchen, Kies- und Sandgruben.

Erdkröten sind nachtaktiv; tagsüber dämmern sie unter Wurzeln, in Holzstapeln, Steinhaufen oder Erdhöhlen. Nachts oder bei Dämmerung gehen die Tiere dann auf Beutesuche und halten so Schneckenplagen im Garten ab.

Fehlen Erdkröten im Garten, ist es nicht sinnvoll und natürlich auch verboten sie einfach in der Natur einzufangen; als erwachsene Tiere würden sie sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern aufmachen.

Um Erdkröten im Garten heimisch zu machen, ist die Anlage eines Gartenteiches sinnvoll. Grundsätzlich stellen sich in einem Gartenteich von allein alle Lebewesen ein, denen der Lebensraum zusagt.


Neben einem Teich gehören auch andere Naturgartenelemente wie Wiese, Hecke, Trockenmauer zu einem solchen Lebensraum. Der Verzicht auf eine Giftanwendung sollte dabei selbstverständlich sein.