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NWZonline.de Gartenzeit

Essbare Pflanzen: Bäume und Stauden zum Aufessen

18.09.2020

Bäume, deren Blätter nach Brühwürfel schmecken. Andere, die fast komplett verkocht werden können – und den Ruf haben, vor Entzündungen, Rheuma und Tumoren zu schützen, den Blutdruck zu senken und das Immunsystem anzuregen. Spinatarten, die in die Höhe klettern und sich an Gittern und Stäben entlang ranken. Ja, und Bäumchen, die in Kübeln wachsen und jedem Gericht eine kräftige Prise Exotik verleihen.

Sie alle haben gemein, dass sie in Deutschland nicht beheimatet sind – und dennoch wunderbar hier wachsen. Viele sind frosthart, andere brauchen im Winter ein Plätzchen im Warmen.

Aromatisch: Blätter vom Gemüsebaum

Der Chinesische Gemüsebaum beispielsweise ist mittlerweile auch in Gärten rund um Oldenburg und in der Stadt selbst zu finden. Und nicht nur da. Im „Essgarten“ von Frederik und Heike Deemter in Harpstedt-Winkelsett wächst er schon viele Jahre und hat dort eine beachtliche Höhe erreicht. Bis zu 30 Meter hoch kann der Baum werden.

Sollen seine aromatischen Blätter aber für die Küche genutzt werden, ist es ratsam, ihn auf etwa 1,5 Metern zu halten. Dazu werden die zarten Austriebe – Blätter und Sprossen – geerntet und frisch zu Kurzgebratenem, in Suppen oder Soßen gegeben. Die noch jungen Blätter munden auch als Salat; im Geschmack erinnern sie an Schnittlauch. Ältere Blätter werden als Tee aufgebrüht. Im seinem Ursprungsland China werden die Sprossen des Gemüsebaums traditionell als „vegetarischer Fisch“ auf den Tisch gebracht, weiß Daniel Rühlemann, der in Horstedt (Samtgemeinde Sottrum) Kräuter und Duftpflanzen zieht und vertreibt.

Heilend: Baum-Spinat ist gesundheitsfördernd

Nicht weniger interessant ist der so genannte Baum-Spinat oder: Riesen-Gänsefuß. Auch diese Gemüsestaude stammt aus Asien. Sie gehört wie alle Buchweizen-Sorten zu den Knöterichgewächsen. Sie wächst schnell, ist ausdauernd und anspruchslos – und bringt durch das unterirdische Geflecht immer wieder neue starke Staudentriebe hervor. Die Blätter werden wie Spinat gekocht und gelten als nahrhaft und gesundheitsfördernd. In der Chinesischen Medizin gilt das Rhizom als Heilmittel bei Lungenkrebs.

Vielseitig: Junge Triebe vom Rankspinat

Spinat kann in unseren Breiten auch als Kletterpflanze Gärten und Balkons besiedeln. So wirkt der Kaukasische Rankspinat mit seinen zarten, gelbgrünen Blüten wie eine Zierpflanze und wurde wohl lang auch so betrachtet. Dabei hat er es faustdick in den Blättern. Die jungen Triebe im Frühjahr ergeben einen köstlichen Salat. Ob roh oder gedünstet: Die Hablitzia, wie dieser Rankspinat auch genannt wird, findet in der Küche vielseitige Verwendung – in Suppen, Aufläufen, auf Pizza oder in der Wok-Pfanne. So beschreibt es Daniel Rühlemann, der mit seinem Team selbst Rezepte kreiert und ausprobiert.

Die Hablitzia kommt mit frostigen Temperaturen bestens zurecht, selbst klirrende Kälte übersteht sie problemlos. Schließlich stammt sie aus dem Kaukasus, wo sie „wild im Halbschatten unter Laubbäumen wächst“, heißt es in Rühlemann’s Katalog. In seiner ursprünglichen Heimat steht dem Rankspinat nur einen kurze warme Periode zur Verfügung, in dem er alle Kräfte mobilisiert. Darum „wächst er nach dem Ende des Winters wie verrückt, weil der nächste Winter ja schon bald vor der Tür steht“. Kein Wunder also, dass die Hablitzia höchst ergiebig ist. Wenn sie erst eingewachsen ist – und das kann zwei, drei Jahre dauern –, und wenn sie im Garten Sonne abbekommt, kann man sich an ihren Blättern reichlich sattessen.

Würzig-nussig: Indischer Currybaum

Ganz andere klimatische Bedürfnisse als der Chinesische Gemüsebaum, der Baum-Spinat und vor allem die Hablitzia hat der Indische Currybaum. Er mag es warm.

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Curry, das ist eigentlich eine Mischung aus vielen verschiedenen Gewürzen, wobei Curryblätter nicht einmal enthalten sind. Dennoch zaubern die Blätter des Indischen Curry-Baums einen Hauch südasiatischer Exotik in unsere Gefilde. Vegetarier*innen schätzen den deftigen, würzig-nussigen Geschmack der Blätter. Frisch schmecken sie am aromatischsten. Auch die Beeren sind essbar, und die Blüten verbreiten einen honigartigen Duft.

In hiesigen Breiten gedeiht der Indische Currybaum im Kübel an einem sonnigen windgeschützten Platz. Im Winter sollte er – bei Temperaturen von ca. 15 Grad – ins Haus geholt werden.

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