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NWZonline.de Gartenzeit

Im Aroma-Himmel

20.04.2018

An manchen Tagen geht einfach alles schief. Fahrrad kaputt, Bahn verpasst, zu spät bei der Arbeit. Auf dem Heimweg im Regenschauer patschnass geworden. Vergessen die Milch einzukaufen. Und dann auch eine Rechnung im Briefkasten. Aaaargh! Mir hilft da oft nur eins: Raus auf den Balkon. Nase in den Lavendel stecken. Einatmen. Ausatmen. Zwei Mal, drei Mal. Ein. Aus. Ganz tief. Und dann geht‘s meistens wieder.

Beruhigende Wirkung

Ja, so ein kleiner Kräutergarten auf dem Balkon ist manchmal ganz gut für die Nerven. Mich entschleunigt es immer ungemein, wenn ich ein paar Minuten zwischen den Kisten herumstreife, über die silbernen Blätter von Salbei und Lavendel streife und die braunen Blattenden vom Schnittknoblauch zupfe. Am Sauerampfer komme ich meist nicht vorbei, ohne ein säuerliches Blättchen zu probieren. Und an der Minze sowieso nicht.

Es ist schon ein Glück, dass sich Kräuter so einfach in Töpfen, Kübeln und Balkonkästen ziehen lassen – sei es auf dem Balkon, der Terrasse oder der Fensterbank. Ihre aromatischen Blätter und süßen Blüten haben meinen Speiseplan enorm bereichert: in Salaten, Kräuter-Dips und Quarks, in Smoothies, Tees, Sirup und Eintöpfen.

Die Auswahl an Kräutern ist riesig. Neben den Klassikern wie Liebstöckel, Petersilie, Rosmarin, Thymian und Oregano gibt es auch andere Pflanzen auf meinem Balkon, die ich nicht mehr missen möchte.

Strauchbasilikum, zum Beispiel. Der schmeckt nicht nur genauso lecker zu Tomaten wie der bekannte Genoveser Basilikum. Er ist auch robuster und eignet sich besser für eine Mischkultur mit den Nachtschattengewächsen. Außerdem zieht er mit seinen violetten Blüten Hummeln magisch an.

Aus diesem Grund darf auch Borretsch nicht im Balkon-Garten fehlen. Die süßen blauen oder rosafarbenen Sternchenblüten schmecken aber auch mir. Sie landen ebenso in der Salatschüssel und im Dipp wie die jungen, behaarten Blätter, die nach Gurke schmecken.

Ein richtiges Allround-Talent und ein Muss in jedem Balkon-Garten ist Kapuzinerkresse: Fast alle Pflanzenteile sind essbar! Die nach Kresse schmeckenden Blätter und die gelben bis orangefarbenen Blüten verwende ich gern für Salate und Kräuterbutter. Die Samenkapseln sollen sich übrigens wie Kapern einlegen lassen. Ich habe mich da allerdings noch nicht rangetraut: Kapern sind nicht mein Ding, und da hilft wohl auch kein Ersatz…

Apropos Ersatz: Meinen Schnittlauch habe ich fast komplett durch Schnittknoblauch ersetzt. Dessen Blätter sind zwar glatt und nicht röhrenförmig. Aber er ist für einen Anbau auf dem Balkon viel besser geeignet, da er viel ausdauernder ist und nicht so schnell blüht.

Ein Hauch Sommerin der Tasse

Einen Großteil der Kräuter verwende ich für Tees. Daher darf auch der klassische Heil- und Küchensalbei nicht fehlen. Er gilt als schweißhemmend und soll bei Erkältungskrankheiten und Verdauungsproblemen helfen. Außerdem kann man damit auch super Kräuterbonbons selber machen!

Und dann ist da natürlich noch die Minze: Hier gibt es auch so viele ausgefallene Sorten wie Erdbeer- Orangen oder Schoko-Minze, dassdamit allein einen ganzen Balkon-Garten gestalten könnte. Meine Begeisterung für sie hat im vergangenen Jahr eigentlich nur eine Pflanze toppen können: Zitronengras. Die langen Blätter verwende ich sowohl frisch als auch getrocknet. Mit heißem Wasser übergossen geben sie ein wunderbar frisches Aroma ab und bilden damit eine tolle Basis für Kräutertees, mit denen ich mir gern an kalten­ Winterabenden einen Hauch von Sommer in die Tasse­ zaubere.

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