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NWZonline.de Gartenzeit

Frosttrocknis: Immergrünen droht Schaden

05.12.2020

Bei einem strengen Frost der Wintermonate können Immergrüne ihren Wasserbedarf wegen der fehlenden oder gefrorenen Bodenlösung häufig nicht mehr über ihre Wurzeln decken.

Die in den Wintermonaten aber schon recht intensive Sonne führt zu einer nicht zu unterschätzenden Verdunstung. Die Nadelgehölze, hauptsächlich Fichte und Douglasie regulieren diesen Wassermangel, indem sie Nadeln abwerfen und so ihre Verdunstungsfläche verringern.

Gerade bei jungen Nadelbäumen beobachtet man im Vorfrühling aber häufig eine Braunrotverfärbung der Nadeln. Ausfälle aufgrund von Frosttrocknis kommen unter den Immergrünen auch verstärkt bei Rhododendren, Kirschlorbeer und Ilex vor; die Blätter sind im Frühjahr dann stumpf, vom Blattrand ausgehend braun verfärbt, haben sich eingerollt und fallen später ab. Dieser Blattschaden wird leicht mit Salz- und Immissionsschäden verwechselt, ist jedoch eine physiologische Schädigung, Frosttrocknis genannt.

Im Herbst gepflanzte Koniferen, die trotz anschließendem reichlichen Gießens durch Frost geschädigte Nadeln im Frühjahr aufweisen, sind häufig unsachgemäß oder zu spät eingepflanzt worden, so dass sie nicht mehr anwurzeln konnten. Beim Kauf ist außerdem zu bedenken, dass mit Ballen gekaufte Gehölze durch Lagerung und Transport im Erdbereich meist ausgetrocknet sind. Werden sie in diesem Zustand eingepflanzt, hilft ein anschließendes Gießen wenig weiter. Grundsätzlich müssen Ballen vor dem Einpflanzen über Nacht in einem Behälter mit Wasser stehen, um sich mit Feuchtigkeit vollzusaugen.

Um Schäden an den empfindlichen immergrünen Gartengehölzen zu verhindern, ist es im Spätherbst bei trockener Witterung ratsam, rechtzeitig vor Anbruch der ersten lang anhaltenden Frostperioden seine Koniferen und anderen Immergrünen ausreichend zu wässern. Dazu ist es sinnvoll, den Gartenschlauch in den Wurzelbereich zu legen und gut 50 l/m² Wasser einrieseln zu lassen. Dies kann auch zwischen den Frostperioden im Winter wiederholt werden.

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Damit die Bodenlösung bei starkem Frost nicht einfriert, ist es ratsam, anschließend unter diesen Gehölzen dick mit Laub, verrottetem Mist, Rasenschnitt, Holzhäcksel oder ähnlichen organischen Materialien zu mulchen. Neben einer Isolation und Schutz vor Frost ist dies zudem die beste Form der Düngung; denn auch unter natürlichen Bedingungen sind diese Bäume und Sträucher eine reichliche Rohhumusschicht gewöhnt. Jedes Graben und Hacken im Bodenbereich dieser Flachwurzler schadet nur und sollte unterbleiben.

Kommt es trotz dieser Vorkehrungen immer noch zu Blattschäden durch Frosttrocknis, ist meist eine wind- und sonnenexponierte Lage schuld. Dies lässt sich vor allem an Rhododendren beobachten. Sie rollen bei starkem Frost zwar als Schutz vor Verdunstung die Blätter um die Mittelrippe ein, bei starker Spätwintersonne und eisigen Ostwinden verdunsten die aufgetauten Blätter dann aber doch Wasser. Aus den gefrorenen Zweigen und dem Boden kann dieses dann oft nur mangelhaft ergänzt werden, und es kommt zu Schäden. Möglich ist es, empfindliche Rhododendronbüsche mit Fichten- oder Kiefernreisig zu schützen, das im Frühjahr geschreddert zum Mulchen verwendet werden kann.

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