Wiefelstede - „Frühling ist die schönste Zeit“, stellt Heidi Rosenbohm fest, als sie uns ihre hübschen Frühblüher-Dekorationen in ihrem kleinen Gartenladen in Metjendorf zeigt. Diesen betreibt sie bereits seit 2005 mit viel Liebe und Leidenschaft. „Das Schöne ist, dass sich mit diesen Dekorationen jeder den Frühling nach Hause holen kann.“ Heidi hat uns gezeigt, wie jeder ganz einfach mit wenig Aufwand und Material ansehnliche Frühlingsdekorationen selbst machen kann.
Aussortiertes Porzellan einfach recyceln
Neben einem Gefäß, Frühblühern und ein wenig Moos braucht es nicht viel, meint Heidi: „Man kann einfach schauen, was man so zuhause hat. So mache ich es auch. Ich sammle Inspiration und probiere herum, bis es hübsch aussieht. Da kann man sich ohne Ende austoben und kreativ werden.“ Neben Töpfen, Körben und Kästen bieten sich auch ausrangiertes Porzellan und Glasgeschirr als Gefäße für die Frühlingsdekoration an. Ob es nun Omas altes Eisschälchen, eine unbrauchbare Teekanne ohne Deckel oder eine Tasse, die eigentlich schon für den Müll bestimmt war, ist – den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Heidi hat auch noch eine Idee zur Moosbeschaffung: „Wer Moos im Rasen hat, kann es gut für die Dekorationen nutzen. Natürlich findet man auch jede Menge Moos im Wald. Dort sollte man aber höchstens eine Handvoll mitnehmen. In größeren Mengen bekommt man es im Gartencenter.“
In größeren Behältern füllt man den Lehrraum zwischen den Pflanzen einfach mit Erde und Moos auf.
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt
Bei kleinen und durchsichtigen Gefäßen braucht man nicht einmal zusätzliche Erde: „Gerade bei Glasgefäßen sieht Moos besser aus als schwarze Erde.“ Dazu einfach Moos um den Erdballen der Frühblüher legen, zusammen in das Gefäß setzen und festdrücken. Danach die Pflanze oben nochmals rund herum mit Moos abdecken. Steckzwiebeln, Wachteleier, Federn und Äste eignen sich wunderbar zum Dekorieren. Gebogene Weidenäste lassen sich ganz einfach mit einem kurzen Steckdraht fixieren. Die Eier können einfach in das Moos gelegt und gegebenenfalls mit Heißkleber befestigt werden. Auch verblühte Blumenzwiebeln können hier gut verwertet werden, gibt Heidi als Tipp: „Dazu einfach den verblühten Teil abschneiden und die Zwiebel mit einem Zahnstocher im Moos befestigen. Mit ein wenig Glück kommt sogar nochmal eine Blüte.“
Moos ist das wichtigste Mittel zum Zweck
Für eine etwas größere Frühlingsdekoration haben wir einen Metallkasten mit Henkeln gefüllt. „Hier kann man die größere Pflanze gut nach hinten setzen und die kleineren davor und daneben platzieren. Das macht was her, wenn man den Kasten später an eine Wand stellen möchte“, erklärt Heidi. Der Rest wird mit Erde und Moos aufgefüllt. „Moos ist da für mich ganz wichtig. So bleibt alles fest drinnen und die schwarze Erde wird verdeckt.“ Auch hier kann wieder fröhlich mit allem Mitteln dekoriert werden. Schon kleine Veränderungen machen einen Unterschied. Äste sind hier eine simple Lösung, um das Erscheinungsbild nochmals aufzuwerten und haben dabei auch noch eine weitere Aufgabe: „Sie geben dem ganzen noch mehr Halt. Wer frische Weidenäste nutzt und sie vorm Einstecken einmal frisch abschneidet, hat vielleicht Glück und sie bekommen Wurzeln und treiben aus.“
Wer die verwendeten Farben beim Dekorieren im Haus oder auf der Terrasse wieder aufgreift, sorgt für ein stimmiges Gesamtbild.
Perfekt für den Frühstückstisch
Viel Pflege brauchen die fertig gestalteten Frühlingsdekorationen nicht. „Im Moos steckt ohnehin viel Feuchte, gerade, wenn die Tage regnerisch waren. Da braucht man so gut wie gar nicht mehr gießen“, meint Heidi. Bei Gefäßen ohne Möglichkeit zum Abfluss sollte unbedingt darauf geachtet werden, den Pflanzen nicht zu viel Wasser zu geben, um Staunässe zu vermeiden. Draußen halten die Dekorationen länger als drinnen, denn in der Wärme blühen die Frühblüher schnell auf. Daher sollte man sich gut überlegen, wann man die Dekoration reinholt. Auch hier hat Heidi einen wertvollen Tipp: „Wer den Frühling auf den Frühstückstisch holen will, kann die Blumendekoration einfach zwei Stunden eher reinholen. Dann kommen die Blüten noch etwas und alles sieht frisch aus. Das ist auch eine schöne Idee für das Osterfest.“ Sowohl bei der Auswahl der Frühblüher und Dekorationen zum Verzieren als auch beim Arrangieren in der Wohnung oder im Garten achtet Heidi darauf, dass alles gut zusammenpasst: „Ich finde Ton in Ton immer schön. Wer darauf achtet, dass die Farben gut zueinander passen, wird keine Schwierigkeiten beim Dekorieren haben.“
Heidis Gartenladen besuchen
Übrigens, Heidi ist an diesem Wochenende, den 16. und 17. März, auf dem Markt für Handgemachtes & Design in den Weser-Ems-Hallen in Oldenburg. Dort gibt es jeweils von 10 bis 17 Uhr die Möglichkeit ihre handgemachten Dekorationen und Geschenkideen anzuschauen und zu kaufen. Ansonsten lohnt sich auch immer ein Besuch in ihrem Gartenladen im Blumenweg 7 in Wiefelstede/Metjendorf. Dieser ist jeden Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet, gerne auch nach telefonischer Vereinbarung unter 0441-61561.
