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NWZonline.de Gartenzeit

Gaarn op Platt: Jörn Gigas hett dat mit dat Anboon van Tierplanten

14.04.2022

De Goorneree Gigas hett in dat Dörp Ocholt in‘n Landkreis Ammerland ehr Tohuus. 1965 harr dat Ehepaar Günther un Anne Gigas dor Moot to un brochen een egen lütt Goorneree up‘n Weg. Eeerstmaal harrn se dat mit dat Anboon van Grööntüüch.“Ik harr nich maal‘n Spaten“, vertell de ole Gigas, de nich mehr leevt, geern. Mit‘n groten Moot, wat up de Been to stellen, boo he 1965 nich bloots sien eerstet Gewächshuus, man ok dat Wohnhus för sine junge Familje. In dit Johr 1965, wor so veel passeern dee, weer dat Glück best, as de Söhn Jörn up‘e Welt keem.

In de jungen Johrn harr Jörn dat nich so mit de Planten. He weer lever mit sine Frünnen an‘n Karlshofersee oder up‘n Bolzplatz in de Naberschupp. Veel Füür harrr he för Football. Männigeen Johr hett he bi‘n TuS Ocholt späält.To‘n annern Vereen to wesseln, dat keem nich in Fraag, denn de Fründschupp in de Mannschupp stund bi em ganz baben. „An un för sik stund dat jümmer fast, dat ik maal up‘n Weg na‘n Goorner keem“, vertellt Jörn Gigas. Na de School lehr he in dat Oller van 16 Johrn in de Slottgoorneree in Raast (Rastede). „Nich uplest döör minen engageerten Utbilder harr ik dat rechte Füür för minen Beroop krägen“, seggt Jörn. Na dat Enn van sine Lehrtiet gung Jörn Gigas, so as he dat nööm, up „Wannerschupp“. Toeerst gung he in de Lüneburger Heide un hier in enen Bedrief, de dat besünners mit Moorbeetplanten to doon harr, as dor sünd Azaleen un dat Heidekruut. Wieter gung dat na de Goorneree Hettenhausen in sien Heimatdörp Ocholt. 1986 mell sik de Bundeswehr, un Jörn moss sinen Wehrdeenst bi de Luftwaffe achter sik bringen. Achteran gung dat woller up Wannerschupp, un tohoop mit sine ole Fründin weer een Johr lang de USA anseggt. In een Goorneree in Seattle an‘e Westküst hefft se een half Johr lang de Hannen röögt. In dat tweete halve Johr wull dat junge Paar Land un Lüüd kennenlehrn. „Mit een Golf Diesel sünd wi över 30 000 Mielen föhrt“, weet Jörn Gigas to vertellen, un he denkt geern an disse Tiet torüch.

Man dat gifft jümmer‘n Enn, un so ok de Tiet in dat „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Torüch in Ocholt, röög Jörn sine Hannen in‘n Bedrief van sine Öllern un besoch de Meisterschool in Bad Twüschenahn. De Gartencenter in de USA, de gungen ut sinen Kopp nich ruut. Un disse Idee broch he in‘n Bedrief van sine Öllern in. Bit nu harr de Goorneree Gigas jümmer de anboot Planten bloots an anner Goornereen verkofft. Man Vadder Günther weer vull van Füür för dat, wat sien Söhn geern up‘n Weg bringen wull. Un so wurd 1990 dat eerste Gewächshuus boot, dat för dat Verkopen wesen schull. Vandaag weern 95 % van de Planten bi Gigas sülfst anboot un ok verkofft. Dat is dat, wat in de Firma Gigas dat Besünnere is. Leep dat bi Jörn in sinen Beroop allns best, so moss he privat mit de Scheidung van sien Froo klor kamen. Besünners stolt is he up sine Döchters Pauline (23) un Nela (20). De ne‘e Froo an sine Siet, Anke, is Meistersche för Floristik un harr in de Goorneree Gigas ehren Arbeitsplatz; un mit de Tiet wurd ut‘n Baas un sine Kollegin een Paar. Beide hefft nu tohoop dat Leit in dat Familjenunnernehmen Gigas. Wenn dor Tiet is, sünd beide geern mit‘n Fohrrad up Tour; un se maakt sik kunnig in Städte so as to‘n Bispill in Berlin; un se föhrt geern an‘e Küst langs oder sünd ok in de Bargen unnerwegens.

Beten wat över jörn gigas

Dat Öller: 56

Ik wahn in: Ocholt

Familjenstand: In fasten Hannen – twee Kinner

Ik mag geern: Warmte

Opregen do ik mi över: Intoleranz

An‘n leevsten to äten: Nudeln

Dat kummt mi nich op‘n Disch: Leber

Dar föhr ik geern maal hen: Gran Canaria

Mien Hobby: Mit‘n Rennrad föhrn

An‘n leevsten mag ik höörn: Bruce Springsteen

Dat Book gefallt mi besunners goot: „Schindlers Liste“

Mien gröttste Wunsch: Freden un Gesundheit

Dat is mien Snack: All säen: Dat geiht nich. Denn keem een, de wuss dat nich, un he hett dat eenfack maakt.“

Übersetzung ins Hochdeutsche:

Jörn Gigas lebt den Zierpflanzenbau

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Ein Praktikum in den USA weckte neue Ideen

Die Gärtnerei Gigas hat ihren Sitz in der Ortschaft Ocholt im Landkreis Ammerland. 1965 fasste sich das Ehepaar Günther und Anne Gigas ein Herz und machten sich mit einer kleinen Gärtnerei selbstständig, die sich zunächst auf den Gemüseanbau spezialisierte. „Ich hatte nicht einmal einen Spaten“, erzählte der inzwischen verstorbene Firmengründer häufig. Mit einer großen Portion Unternehmergeist baute er 1965 nicht nur sein erstes Gewächshaus, sondern auch das Wohnhaus für seine junge Familie. In diesem ereignisreichen Jahr 1965, machte die Geburt von Sohn Jörn das Glück perfekt. Das Interesse an Pflanzen war bei Jörn in jungen Jahren nicht sehr ausgeprägt. Dafür verbrachte er mit seinen Freunden viel Zeit am Karlshofersee oder auf dem benachbarten Bolzplatz. Fußball war seine große Leidenschaft. Viele Jahre spielte er beim TuS Ocholt. Ein Wechsel zu einem anderen Vereinen kam für ihn nicht in Frage, denn die super Kameradschaft innerhalb der Mannschaft war ihm viel wichtiger. „Irgendwie war immer klar, dass ich einmal Gärtner werde würde“, erzählt Jörn Gigas. Nach seinem Schulabschluss begann er im Alter von 16 Jahren eine Ausbildung bei der Schlossgärtnerei in Rastede. „Nicht zuletzt durch meinen engagierten Ausbilder, habe ich große Lust auf diesen Beruf bekommen“, blickt Jörn zurück. Nach seinem Abschluss ging Jörn Gigas, wie er es nannte, auf „Wanderschaft“. Zunächst ging es in die Lüneburger Heide und hier in einem Spezialbetrieb für Moorbeetpflanzen, wie Azaleen oder Heidekräuter. Die nächste Station war die Gärtnerei Hettenhausen in seinem Heimatort Ocholt. 1986 meldete sich die Bundeswehr und Jörn musste seinen Wehrdienst bei der Luftwaffe antreten. Dann setzte er seine berufliche Wanderschaft fort und es ging zusammen mit seiner damaligen Freundin für ein Jahr über den großen Teich in die USA. In einem Gartenbaubetrieb in Seattle an der Westküste wurde das erste halbe Jahr gearbeitet. In der zweiten Hälfte wollte das junge Paar Land und Leute kennenlernen. „Mit einem Golf Diesel sind wir über 30.000 Meilen gefahren“, erinnert sich Jörn Gigas gerne an die Zeit zurück. Alles hat einmal ein Ende, auch die schöne Zeit in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Zurück in Ocholt, stieg Jörn im elterlichen Betrieb ein und besuchte die Meisterschule in Bad-Zwischenahn. In den USA hatten ihn die Gartencenter beeindruckt. Diese Idee setzte man nun im elterlichen Betrieb um. Bis dahin hatte die Gärtnerei Gigas die kultivierten Pflanzen ausschließlich an andere Gärtnereien verkauft. Vater Günther war von dem Vorhaben seines Sohnes begeistert und so wurde 1990 das erste Verkaufsgewächshaus gebaut. Heute werden 95% Pflanzen bei Gigas kultiviert und auch verkauft. Dieses macht die Gärtnerei Gigas so ziemlich einzigartig. Lief bei Jörn beruflich alles nach Plan, musste er im privaten Bereich die Scheidung von seiner Ehefrau verkraften. Sein ganzer Stolz sind die beiden Töchter Pauline (23) und Nela (20). Seine neue Lebensgefährtin Anke ist Floristmeisterin und arbeitete in der Gärtnerei Gigas und mit der Zeit wurde aus Chef und seiner Mitarbeiterin ein Paar. Beide leiten nun gemeinsam das Familienunternehmen Gigas. Wenn zeitlich möglich, sind beide sehr gerne mit dem Fahrrad unterwegs und erkunden Städte wie Berlin, fahren an der Küste entlang oder sind in den Bergen unterwegs.

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