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NWZonline.de Gartenzeit

Vom Beet auf den Teller

17.05.2019

Am liebsten würden sich Eva-Maria Hoffleit und Philipp Lawitschka so weit wie möglich selbst mit Obst, Gemüse und Kräutern versorgen. Mit ihrem knapp 500 Quadratmeter großen Garten sind die beiden ihrem Ziel schon einem gewaltigen Stück näher gekommen – näher zumindest als mit dem Balkon, auf dem sie noch bis vor zwei Jahren ausschließlich gärtnerten.

Dass die beiden nun stolze Schrebergärtner sind, hat mit ihrer zweiten Leidenschaft zu tun: leckeres Essen selber zubereiten. Eigentlich habe damit auch alles angefangen, sagt Eva-Maria Hoffleit. Durch das Kochen kam das Gärtnern und schließlich auch der Blog. „Unsere Art zu kochen hat sich sehr schnell hin zu Regionalität und zur Saisonalität entwickelt“, so die 34-Jährige, die als Servicekraft in einem Restaurant arbeitet.

Der Name ist Programm

Dass man ganz unkompliziert und schnell Gerichte mit frischem Saisongemüse, Kräutern und Obst zubereiten kann, stellt das Paar mit ihrem Blog „Ye Olde Kitchen“ immer wieder unter Beweis. Eingeteilt nach den vier Jahreszeiten finden sich auf dem Blog allerlei Rezepte von süß bis deftig. Der Name ist dabei Programm: Frei übersetzt bedeutet die pseudo-altenglische Phrase „die alte Küche“. Sie wird gern verwendet, um beispielsweise einem Geschäft einen alten, charmanten Anstrich zu verpassen. „Wir haben den Namen so gewählt, weil er unsere Art zu kochen ziemlich gut widerspiegelt. Man könnte sie auch als Hausmannskost oder ‚wie bei Omma‘ bezeichnen“, erklärt Eva-Maria Hoffleit.

  Dabei verpassen die beiden Hobby-Köche traditionellen Gerichten und Zutaten gern einen neuen Kick. Neben lauwarmem Spargelsalat, gefüllten Tomaten und schwäbischem Hefezopf finden sich so auch recht ungewöhnliche Kreationen wie Selleriecremesuppe, veganes Grünkohl-Pesto und Aufstrich aus gebratenem Rotkraut auf dem Blog.

Ausgezeichnetes Konzept

Ihr Konzept kommt an: Inzwischen haben die beiden Blogger mehrere Auszeichnungen erhalten, unter anderem beim Goldenen Blogger Award 2018 in der Kategorie Food- und Weinblog und beim German Food Blog Contest 2018 in der Kategorie Rezept & Alltag. „Die Auszeichnungen sind natürlich allesamt eine ganz besondere Ehre und wir haben uns sehr darüber gefreut. Es ist schön, wenn man für die Arbeit und Mühe, die man in das Blog hineinsteckt, belohnt wird“, sagt Philipp Lawitschka.

Nachhaltiger Lebensstil

Die regionale und saisonale Küche war für beide auch der Einstieg in das Thema Nachhaltigkeit, das sie ebenfalls auf ihrem Blog thematisieren. „Wir gehen hauptsächlich verpackungsfrei einkaufen, verzichten weitestgehend auf Plastikprodukte und fahren lieber mal mit dem Fahrrad“, sagt der 36-Jährige, der selbstständig als Softwareentwickler arbeitet. Warum sie ihren Lebensstil bei „Ye Olde Kitchen“ thematisieren, hat einen einfachen Grund: „Es ist wichtig, dass wir wieder Wertschätzung für unsere Umwelt, unsere Nahrungsmittel und auch für Mitmenschen entwickeln.“

„Jede Ernte ist für uns ein Erfolg“

Wertschätzung für Lebensmittel haben sie nicht zuletzt auch durch das Gärtnern entwickelt. So dokumentieren sie ihre Ernte das ganze Jahr über fotografisch und tragen Mengen in ein kleines Gartenbuch ein. Am Ende des Jahres gibt es einen Ernterückblick in Bildern und Zahlen. „Jede Ernte ist für uns ein Erfolg. Es ist ein unsagbar befriedigendes Gefühl etwas zu ernten, was man selbst großgezogen hat“, sagt Eva-Maria Hoffleit.

Sicherlich – manchmal geht dabei etwas schief. In der vergangenen Saison sollte beispielsweise ganz viel Salat im Garten wachsen, einige wollte das Paar auch vorziehen. Nur irgendwie klappte das nicht so recht. Und die paar Pflänzchen, die überlebten, fielen schließlich den Schnecken oder der Hitze zum Opfer. „Solche Misserfolge gehören zum Gärtnern dazu, man lernt nie aus“, sagt die 34-Jährige. Aufgegeben haben Sie das Projekt Salat aber nicht. Schließlich lässt sich damit allerlei Leckeres zubereiten.

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