• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Gartenzeit

Saatgut aus dem eigenen Garten

27.10.2018

Wenn im Herbst das letzte Gemüse reift, die Blumen noch einmal ihre ganze Farbenpracht entwickeln und noch etliche Kräuter sprießen, entwickeln viele Pflanzen Samen, die meist ungenutzt auf dem Kompost landen.

Eigentlich ist es schade, dass viel zu wenig von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, Samen zum eigenen Nachbau zu gewinnen. Am gebräuchlichsten ist es noch, Blumensamen zum Beispiel von Ringelblume, Kapuzinerkresse und Malven zu sammeln, aber Gemüse- und Kräutersamen werden in den wenigsten Fällen für eine erneute Aussaat genutzt.

Schonend reinigen

Für erste Versuche mit Gemüse bieten sich Fruchtpflanzen an. Es bereitet wenig Mühe, einige Erbsen- und Bohnenhülsen bis zur Samenreife stehen zu lassen. Ebenso bieten sich reife Tomaten, Paprika, Auberginen, Kürbisse, Zucchini und Gurken an, um Samen zu gewinnen. Eine Nachzucht aus Hybridsorten ist nicht empfehlenswert.

Der Vorteil des eigenen Sammelns besteht neben einer nicht zu unterschätzenden Einsparung darin, alte Sorten kultivieren zu können, die vom Markt verschwunden sind, oder Sorten nachzubauen, die für die eigenen Bodenverhältnisse passen.

Die gesammelten Samen werden luftig und schattig gut getrocknet und anschließend von Samenständen oder anhaftendem Gewebe gereinigt. Dies erreicht man bei kleinen Samen am schonendsten dadurch, dass man das Trockengut vorsichtig zwischen den Händen reibt und anschließend siebt oder aussortiert; Bohnen oder Erbsen werden einfach ausgepalt. Samen, die mit Fruchtmark vermischt sind, wie zum Beispiel Tomaten und Kürbisse, werden in einem Gefäß mit Wasser gut durchgeknetet. Danach schwimmen die Samen oben auf dem Wasser.

Schäden durch Pilze

Die Lagerung von Sämereien sollte trocken und kühl erfolgen. Für den Hausgebrauch optimal sind Temperaturen um fünf Grad und ein Wassergehalt um zehn Prozent. Mehr Feuchtigkeit und Wärme verursachen Schäden durch Bakterien und Pilze. Feuchtigkeit und Wärme führen auch zur Aufgabe der gewünschten Keimruhe. Frost kann die Samen zerstören, wenn die Feuchtigkeit im Saatgut zu hoch ist.

Für die Lagerung sind Tüten oder Briefumschläge geeignet, die, über die Art des Inhalts beschriftet, in einem luftigen Karton aufbewahrt werden. Ein guter Lagerort ist ein kühler, trockener Keller, wo die Samen vor Mäusen geschützt sein müssen. Auch ein Platz im Kühlschrank ist denkbar. Gut getrocknete Samen können zudem bedenkenlos in der Tiefkühltruhe eingefroren werden.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.