Als Schnittblumen sind die Gerbera aus der Familie der Korbblütler allgemein bekannt, als Topfpflanzen weniger und werden wohl in den meisten Fällen wie andere blühende Vertreter leider nach dem Ende der Blüte als „Einwegpflanze“ weggeworfen.
Gerbera, bei uns kommen im Handel die Arten G. jamesonii und G. viridifolia vor, stammen aus dem südlichen Afrika und entwickeln auf kräftigen Stielen auffallende, bis sieben Zentimeter große Korbblüten in den Farben von weiß über gelb, orangerot bis leuchtendrot; die Blütezeit reicht vom Frühjahr bis Herbst.
Gerbera verlangen von ihren heimatlichen Ansprüchen ein trockenwarmes Klima und können deshalb in Europa nur an wenigen Stellen an der Riviera ganzjährig im Freien gezogen werden; für den gärtnerischen Bedarf werden sie meist in Gewächshäusern gezogen. In unseren Breiten gehört die Gerbera über Winter zu den Kalthauspflanzen und wünscht einen hellen und kühlen Standort mit mäßiger Feuchtigkeit. Nach einem Umtopfen Ende Februar / Anfang März in sandigen, nahrhaften aber kalkfreien Boden steigt mit dem Wachstumsbeginn auch der Bedarf an Wasser; wöchentlich bis vierzehntägig wird dem Gießwasser kalkfreier Flüssigdünger beigefügt.
Nach den Eisheiligen kann man die Pflanzen an geschützter Stelle auch in den Garten pflanzen, wo bei guter Pflege dann auch die Blüten erscheinen. Gerbera vermehrt man durch Aussaat oder Teilung der Pflanzen im Sommer bis Herbst. Eine Aussaat lohnt sich im Hobbygartenbereich kaum, da die Samen nur ca. drei Monate keimfähig bleiben.
