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NWZonline.de Gartenzeit

Ausgezeichnet als Jahresbester: Magischer Aronstab

12.04.2019

Früher wurde der Aronstab als Hexen- und Zauberpflanze betrachtet. Nachgesagt wird der Giftpflanze des Jahres 2019, deren Beeren leicht süßlich schmecken, ein Liebeszauber. Verbreitet war auch der Glaube, dass man mit dem Aronstab Schlangen abwehren und böse Träume vertreiben könne. Und wenn man Kindern den Aronstab in die Wiege legte, sollte dies vor Unholden schützen.

Ende April entfaltet der Aronstab aus der Wurzelknolle etwa 20 Zentimeter lange pfeilförmige Blätter mit einer kräftigen Aderung, die vom Aussehen her ein wenig an Spinat erinnern. Wenn man an den Blättern leicht knabbert, beginnt es im Mund wie Feuer zu brennen, man spürt eine erste Giftwirkung und Ätzung unmittelbar nach dem Verzehr. Bei größeren Mengen reagieren Speiseröhre, Magen und Darm, es kann zu Erbrechen, Durchfall, Stimmverlust und Krämpfen bis zu Herzstörungen kommen.

Die verführerischen korallenroten Beeren des Aronstabs, die sich vom Herbst bis kurz nach der Blüte im Frühjahr zeigen, sind ebenso giftig wie alle anderen Teile der Pflanze auch. Obwohl Todesfälle nach Verzehr von Teilen dieser Giftpflanze oder der Beeren nichts bekannt sind, sollte man beim geringsten Verdacht auf eine Vergiftung einen Arzt aufsuchen.

Ursprünglich kam der Aronstab nur in den Tropen vor, inzwischen wächst er auch in unserer Region. Um generell die Öffentlichkeit vor giftigen Pflanzen zu warnen, wurde die hell leuchtende Pflanze vom Botanischen Sondergarten in Hamburg-Wandsbek zur Giftpflanze des Jahres 2019 gekürt. Während die ausgelobten Jahreswesen an Tieren, Pflanzen und Lebensräumen meist in ihrer Existenz gefährdet sind, ist es die Giftpflanzen nicht unbedingt. Pflanzen mit einer giftigen Wirkung auf Menschen und Tiere werden durchaus in Gärten und Wohnungen als Zierpflanzen kultiviert, ohne, dass die Besitzer Kenntnis dieser besonderen Eigenschaften haben.

Aronstab im Hausgarten

Durch Vögel, die die Beeren des Aronstabs gefressen und andernorts wieder ausgeschieden haben, kann es passieren, dass die Giftpflanze sich im heimischen Garten verbreitet und als Zierpflanze im schattigen Bereich wächst. Die Giftpflanze braucht kaum Pflege und kann lange an einer Stelle ungestört wachsen. Der Aronstab ist robust und wird kaum von Schädlingen befallen.

Im November 2004 rief der Botanische Sondergarten Wandsbek erstmals auf, sich an der Wahl zur „Giftpflanze des Jahres“ zu beteiligen. Zur ersten Giftpflanze wurde 2005 der Eisenhut proklamiert.

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