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NWZonline.de Gartenzeit

Hauswurz: Donnerkraut mit magischen Kräften

05.12.2020

Viele Volksnamen, wie Wetterwurz, Donnerkraut, Dachwurz und auch der botanische Name Sempervivum tectorum, was so viel wie „immerlebend auf dem Dach“ bedeutet, weisen auf alte Bräuche mit der Hauswurz hin.

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Heutzutage wird die Hauswurz aber vorwiegend wegen der hübschen Blattrosetten angepflanzt. Für den Garten gibt es da neben der Art etliche Hybriden mit verschiedenen grünen, grauen und roten Blättern. Dekorativ wirken auch Arten, wo die Rosette mit weißen, spinnenwebartigen Haaren überzogen ist. Hauswurz gehört zu den niedrigen Pflanzen, die kaum zehn Zentimeter hoch werden. Da sich aber ständig neue Rosetten bilden, wachsen die Pflanzen teppichartig in die Breite. Zum Sommer bilden sich an alten Rosetten verzweigte Blütenstiele mit glocken- bis sternförmigen, rosa bis roten Blüten; nach dem Verblühen stirbt auch die Blattrosette ab. Da aber ständig neue entstehen, breitet sich die Hauswurz kontinuierlich aus.

Diese Pflanzen passen gut in den Steingarten, an Wege, auf die Terrasse oder den Balkon in Kübel und Tröge, aber auch ins Haus als Zimmerpflanze, wobei die Wintertemperatur dort nicht über zehn Grad steigen sollte. Dekorativ sieht es aus, wenn verschiedene Arten und Sorten zusammengepflanzt werden und zu einer dichten Bepflanzung verwachsen. Damit die Pflanzen gut gedeihen, sind ein sonniger Stand auf magerem Boden und eine sparsame Düngung nur über Sommer erforderlich. Zu vermeiden ist immer Staunässe, da die Pflanzen sonst leicht faulen. Eine Vermehrung der Pflanzen ist kinderleicht: die zahlreichen Nebenrosetten, die bereits eigene Wurzeln haben, werden abgetrennt und gleich in Erde eingepflanzt.

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