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NWZonline.de Gartenzeit

Heilpflanze: Schafgarbe wirkt krampflösend und regt den Appetit an

25.07.2020

Am einfachsten sammelt man die Samen auf Spaziergängen an Wegrändern und streut sie im Garten aus. Bei einer Aussaat direkt ins Beet müssen sie mit etwas Erde abgedeckt werden. Schafgarbe im Garten hat den Vorteil, dass man nicht auf durch Abgase und Spritzmittel belastete Pflanzen an Wegrändern zurückgreifen muss. Ab dem zeitigen Frühjahr und während der ganzen Vegetationszeit kann man die kleineren Blättchen ernten, die wegen ihres hohen Vitamin- und Mineralstoffgehaltes fein gehackt auf Brot oder zu Rohkostsalaten zu empfehlen sind.

Die Schafgarbe kommt in ganz Europa vor und wächst bevorzugt an Weg- und Feldrändern und auf Wiesen. Die Pflanze ist ausdauernd und entwickelt aus dem Wurzelstock eine Blattrosette mit fiedrigen Blättern. Der Artname, Achillea millefolium, die Tausendblättrige, weist auf diese feinen Blätter hin. Im späten Frühjahr bilden sich die Blütenstängel, in deren oberen Teil sich die Blüten als weiße Scheindolden befinden.

Zur Zeit der Römer findet man die Schafgarbe auf Sarkophagen abgebildet als Symbol des Schlafes, und auch die alten Germanen und Slawen kannten die Schafgarbe und nutzten sie als Zauber- und Heilpflanze. Während des ganzen Mittelalters stand diese Pflanze in hohem Ansehen, und auch Kräuterpfarrer Kneipp lobte sie, sie wirke sehr gut auf die Körpersäfte und ganz besonders auf die Regelung des Blutumlaufes.

Zu Heilzwecken wird das ganze Kraut, sobald es aufgeblüht ist, geerntet, indem man es eine Handbreit über dem Boden abschneidet. Schafgarbe von vollsonnigen Standorten enthält mehr wertvolle Inhaltsstoffe. Von den holzigen Stängeln werden die Blüten, die Blätter und die zarten Stängelpartien abgepflückt und im Schatten getrocknet. Schafgarbe riecht fein würzig und schmeckt herb, zusammenziehend und aromatisch. Die Schafgarbe enthält glykosidische Bitterstoffe, ein ätherisches Öl, das Chamazulen aufweist, sowie zahlreiche andere Inhaltsstoffe, z.B. Gerbstoffe und verschiedene Mineralsalze.

Die Bitterglykoside der Schafgarbe regen den Strom der Verdauungssäfte an, während das ätherische Öl, dasselbe wie in der Kamille, eine krampflösende Wirkung hat. Schafgarbe gehört zu den aromatischen Bittermitteln, die den Appetit anregen und bei Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden angewendet werden können. Ferner hilft Schafgarbe bei Menstruationsbeschwerden und äußerlich bei schlecht heilenden Wunden.

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Von der Schafgarbe ist bekannt, dass sie Hautausschläge hervorrufen kann. Geläufig ist die „Wiesendermatitis“, die bei entsprechend empfindlichen Personen schon auftreten kann, wenn sie auf einer Wiese liegen, auf der Schafgarbe wächst. Diese Allergie entsteht beim Reiben der Pflanze auf der Haut; aber auch bei der Einnahme von Schafgarbentee oder einem Vollbad mit Schafgarbenextrakten können Unverträglichkeiten auftreten. In diesem Fall werden andere Heilpflanzen vorgezogen.

Schafgarbentee bereitet man zu, indem man zwei Teelöffel der Schnittdroge mit einem viertel Liter kochendem Wasser überbrüht, abgedeckt zehn Minuten ziehen lässt und dann abseiht. Der Tee wird ungesüßt warm getrunken, zwei bis drei Tassen pro Tag.

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