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NWZonline.de Gartenzeit

Bunte Blätter leiten Ruhephase ein

10.11.2018

Mit der beeindruckenden Färbung der Blätter im Herbst bereiten sich die sommergrünen Gehölze auf ihre Ruhephase im Winter vor. Nur wenige Baumarten, wie die Erle oder manche Apfelbäume, lassen die Blätter grün fallen, bei den meisten Vertretern ist eine gelbe bis rote Verfärbung zu beobachten.

Erbliche Veranlagung

Dies liegt daran, dass der Baum wichtige Stoffe, wie das grüne Chlorophyll, abbaut, den Blättern entzieht und im Stamm beziehungsweise in den Ästen einlagert. In den Blättern vorherrschend sind jetzt entweder das gelbe Xanthophyll oder das rot scheinende Karotin, als deren Folge sich die herbstlichen Farben zeigen.

Der Mechanismus, der zur Herbstfärbung führt, wird hauptsächlich durch die Tageslänge und die Temperatur gesteuert. Auch ist häufig zu beobachten, dass nach einem trockenen und warmen Sommer die Blätter viel intensiver und kräftiger leuchten als in einem nassen, kühlen Herbst.

Auch die geografische Lage scheint die Laubfärbung zu beeinflussen. So kann man in Süddeutschland im Spätherbst das Buchenlaub rot erleben, während es in Norddeutschland lediglich gelb bis braun wird. Am auffälligsten ist diese Erscheinung in Nordamerika: Dieselben Laubgehölzarten verfärben sich im Osten deutlich leuchtender und intensiver als im Westen der USA.

Entscheidend ist aber natürlich die erbliche Veranlagung, die genetische Disposition der verschiedenen Gehölze. Selbst innerhalb einer Gattung gibt es verschiedenste Laubfärbungen, wie uns der Essigbaum (Rhus) zeigt. So ist vom Scharlachsumach (Rhus glabra) bekannt, dass er eine leuchtend karminrote Herbstfärbung aufweist, während der Hirschkolbensumach (Rhus typhina) zu eher orangefarbenen bis roten Farben neigt und die Züchtung „Laciniata“ vorwiegend gelbe und orange Blätter zeigt.

Die Laubfärbung im Herbst kann man gut nutzen, um sich umzuschauen, welche Färbungen in den eigenen Garten passen. Zu den Gehölzen, die zu kräftigen gelben bis orangefarbenen Tönen neigen, gehören Birke, Birne, Eberesche, Esche, Ginko, Kornelkirsche, Lärche, Pflaumen-Dorn, Platane, Rosskastanie, Scheinhasel, Schönfrucht, Spitzahorn, Vogelkirsche, Tulpenbaum, Ulme und Zaubernuss.

Heimische Gehölze

Zu den Laubgehölzen, die eine leuchtende Rotfärbung zeigen, zählen verschiedene Ahornarten, Amberbaum, Blut-Berberitze, Federbuschstrauch, Felsenbirne, Glanzblattstrauch, amerikanischer, japanischer, roter und weißer Hartriegel, Pfaffenhütchen, Purpur-Perückenstrauch, Scharlach-Kirsche, Scharlachsumach, Strauchmispel und Winter-Schneeball.

Um unter den vielen Arten unterscheiden und auswählen zu können, empfiehlt sich ein herbstlicher Spaziergang im nächsten botanischen Garten, wo jeder Baum beschildert ist und geschultes Fachpersonal Auskunft gibt. Anschließend kann man dann die gewünschte Auswahl in einer Gärtnerei oder Baumschule erwerben. Beim Kauf sollte nach Möglichkeit immer auf heimische Gehölze zurückgegriffen werden, da sie eine wichtige Rolle in der Nahrungskette unserer Tiere innehaben.

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