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NWZonline.de Gartenzeit

Klostergarten: Nicht ganz ohne – mit etwas Hexerei

12.06.2020

Ihlow Giftige Alraune (Menschenwurzel, Mandragora officinarum) oder sehr giftiges Bilsenkraut (Schlafkraut, Hyoscyamos niger), Teufelskralle (Phyteuma scheuchzeri) oder Nachtschatten (Solanum dulcamara) – was früher in Form von Kräutersalben und -Tinkturen oft als Hexenwerk verurteilt wurde, ist heute als wertvolles Wissen in der Heilpflanzenkunde gefragt.

Solche Hexensalben waren wichtige Requisiten der Hexen – sie beschmierten sich mit ihnen und sollen dann eindrucksvolle Träume gehabt haben, in denen sie Flugreisen, eindrucksvolle Liebesspiele, aber auch grausame Tierverwandlungen durchlebt haben sollen. „Mit diesen Pflanzen des Volksaberglaubens soll im sogenannten „Hexengarten“ auch an die armen Frauen aus dem Ihlower Ortsteil Riepe erinnert werden, gegen die 1543 ein Hexenprozess geführt wurde“, betont Bernhard Buttjer, Vorsitzender vom Klosterverein Ihlow e.V., „zehn von ihnen wurden hingerichtet und verbrannt.“ Auch finden sich hier Kräuter, die besonders in der Frauenheilkunde des Mittelalters genutzt wurden.

Der Hexengarten gehört neben dem Mariengarten zu Ehren der Jungfrau Maria, dem Heilpflanzengarten mit Kräutern der Klostermedizin und dem Gemüsegarten (auch Karlsgarten genannt) zum Ensemble des Klostergartens auf der Anlage Stille Räume Ihlow, der seit gut zwei Wochen wieder öffentlich zugänglich ist – ebenso wie das Klostercafé im ehemaligen Forsthaus von 1829 mit großer Sonnenterrasse.

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Mitten im 350 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet Ihlower Forst gelegen, einer der größten Laubwälder Ostfrieslands mit Waldlehrpfad, lassen sich im Klostergarten unzählige Pflanzen entdecken, deren klangvolle Namen, auf Schildern ausgewiesen, nicht unbedingt jedem geläufig sind: Marienröslein, Madonnenlilie, Zisterzienserrose, Hexenkraut Keulenbärlapp oder Hirschhornwegerich. Die vier Themengärten wurden nach dem „Capitulare de villis“ Karl des Großen, den Überlieferungen des Klosterplans von St. Gallen und weiteren Quellen des Mittelalters im typischen Kreuzgang umrahmt von Buchsbaumhecken angelegt.


Gartenspaziergang und Infos unter : oder   www.nwzonline.de/gartenzeit  oder   www.kloster-ihlow.de 
Swantje Sagcob Redakteurin / Sonderthemen Redaktion
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