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NWZonline.de Gartenzeit

Rückschnitt führt zu guter Ernte

09.02.2019

Während Obstbäume häufig regelmäßig geschnitten werden, nehmen es viele Gärtner mit den Beerensträuchern nicht so genau. Aber bei diesem Obst gilt natürlich auch, dass sie um so besser tragen, wenn sie jährlich fachgerecht geschnitten werden. Da sich der Schnitt aller Obstgehölze nach ihren speziellen Wachstumsbedingungen richtet, ist es gut, diese zu kennen und den Schnitt danach auszurichten.

Lockerer Aufbau

Bei einem Rückschnitt, am besten während der frostfreien winterlichen Zeit, ist grundsätzlich darauf zu achten, dass alles nach innen wachsende und sich berührende Holz entfernt wird. Der Schnitt wird immer leicht angeschrägt über einer Knospe ausgeführt, ohne diese allerdings zu verletzen.

Einen einheitlichen Schnitt für rote und schwarze Johannisbeeren gibt es nicht. Dies liegt daran, dass rote Johannisbeeren am zweijährigen und schwarze am einjährigen Holz tragen.

Sind rote Johannisbeersträucher nach mehreren Jahren ohne Schnitt verwildert, bietet sich ein starkes Auslichten an. Dazu werden zuerst die zahlreichen Bodentriebe auf acht bis zwölf Äste reduziert. Entfernt wird zuerst das älteste Holz, was sich gut an der dunkelsten Färbung und den dicksten Ästen erkennen lässt. Dieses Holz wird bodennah ganz entfernt. Zum anderen schneidet man schwache, junge Triebe aus, die an der hellen Farbe gut von älteren Ästen unterschieden werden können. Der Strauch sollte nach so einem Auslichtungsschnitt locker aufgebaut sein. Nach gut einem Dutzend Jahren ist es dann aber an der Zeit, junge, leistungsstarke Sträucher nachzupflanzen, die in den ersten Jahren einen speziellen Erziehungsschnitt bekommen.

Meist erhält man rote Johannisbeersträucher mit vier bis sechs kräftigen Trieben zum Kauf. Falls noch kein Pflanzschnitt in der Baumschule erfolgt ist, belässt man die vier bis fünf stärksten Triebe und schneidet sie zur Hälfte zurück. In den nächsten beiden Jahren kürzt man den Neuzuwachs dieser Äste jeweils um ein Drittel ein und belässt ab dem zweiten Jahr jährlich einen bis zwei Neutriebe, die die ersten drei Jahre jeweils um ein Drittel der jährlichen Trieblänge eingekürzt werden. Ab dem dritten bis fünften Jahr kürzt man die älteren Triebe nur noch leicht an. Nach fünf Jahren ist dieser Erziehungsschnitt abgeschlossen.

Kräftige Langtriebe

Ab diesem Alter setzt der Erhaltungsschnitt ein, der für eine stetige Verjüngung sorgt. Dazu werden jährlich zwei der ältesten Äste bodennah abgeschnitten und zugleich zwei neue Bodentriebe zum Ertrag hochgezogen.

Schwarze Johannisbeeren tragen am besten an jungen, kräftigen Langtrieben, die man an der helleren Holzfärbung gut erkennt. Alte, lange Zeit nicht geschnittene Sträucher lichtet man kräftig auf ein Dutzend Leitäste aus und lässt in den Folgejahren immer drei bis vier Jungtriebe pro Jahr nachwachsen, während Zweige, die älter als drei Jahre sind, bodennah entfernt werden.

Beim Erziehungsschnitt der schwarzen Johannisbeeren wird kräftig auf nur zwei Knospen vorgenommen. In den Folgejahren ist aber überhaupt nicht einzukürzen, und jährlich werden etwa fünf Neutriebe hochgezogen. Dafür werden aber alle Triebe, die älter als drei Jahre sind und somit zweimal getragen haben, bodennah ganz entfernt.

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