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NWZonline.de Gartenzeit

Ideal für Mittelmeerkräuter

23.11.2019

Schon die Mönche des frühen Mittelalters hatten ihre Probleme mit der Aufzucht der Mittelmeerkräuter. Sie wuchsen oft nur kümmerlich. Schuld sind meist die schlechten Bodenverhältnisse. Schwere, nasse Erde, ein saures, sandiges Milieu und mooriger Boden behagen diesen Pflanzen überhaupt nicht. Eine Bodenverbesserung mit Kalk, grobem Material oder Kompost schafft keine langfristige Veränderung.

Gitter gegen Wühlmäuse

Mit einem Kräuter-Kastenbeet behoben schon unsere Vorfahren diese Standortnachteile. Mit ihm gelingt es, die schlechten Bodeneigenschaften grundlegend zu verändern und zusätzlich ein reizvolles Gestaltungselement im Garten zu schaffen. Gerade wenn man in einem solchen Kräuterhochbeet eine Sitzecke einplant, umrahmt mit duftenden Pflanzen, erhält man eine lauschige Ecke für erholsame Stunden.

Als langfristig stabilstes Baumaterial bieten sich Natur- oder Ziegelsteine an; starke Bretter oder Rundholzpalisaden halten nicht so lange. Am günstigsten ist eine Breite des Kastens von etwa 1,5 Metern und eine Höhe von 50 bis 80 Zentimetern. Die Länge richtet sich nach den Gegebenheiten des Gartens zwischen drei und sechs Metern.

Zunächst wird der Grundriss in der gewünschten Größe abgesteckt. Hat man im Garten Probleme mit Wühlmäusen, spannt man über den Boden ein engmaschiges Drahtgitter, das später lückenlos am Kasten anliegt. Die aus Steinen gebaute Mauer ist unten gut 50 Zentimeter breit und verjüngt sich nach oben um die Hälfte. Dies dient der Standfestigkeit. Wichtig ist es auch, Nischen zwischen den Steinen zu belassen, um dort später spezielle Pflanzen wie Acker-Frauenmantel, Dach-Hauswurz, Mauerpfeffer und Tripmadam einzusetzen.

Der Raum im Kasten wird unten mit mörtelhaltigem Bauschutt oder kleineren Natursteinen aufgefüllt. Dies schafft eine optimale Wasserableitung. Der Kalkmörtel sorgt für das gewünschte basische Milieu. Als nächste Schicht kann man etwas Reisig, Holzschnitt oder Staudenreste auffüllen und zuletzt die verbesserte Muttererde.

Muttererde und Sand

Fester, lehmiger Boden wird mit der Hälfte groben Sandes gut vermischt, Moorboden mit Sand sowie mit kalk- und lehmhaltigem Kalkmergel und Sandboden mit Kompost und Kalkmergel. Diese Bodenverbesserung und die Wärmespeicherung durch die Steine schaffen im Kräuter-Kastenbeet ein ideales Kleinklima für die Mittelmeerpflanzen. Dazu gehören Rosmarin, Lavendel, Thymian, Oregano, Basilikum, Salbei, Bohnenkraut, Ysop und Winterbohnenkraut.

Die halbhohen Kräuter wie Lavendel, Oregano, Salbei, Ysop und Winterbohnenkraut kommen in die Mitte des Beetes, während die niedrigen Pflanzen wie Thymian, Basilikum, Rosmarin und Majoran gut am Rand wachsen und auch am meisten von der Wärme der Steine profitieren.

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