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NWZonline.de Gartenzeit

Weiße Weihnachtssterne sind im Trend

15.11.2018

Heidelberg (dpa/tmn) - Viele subtropische und tropische Gewächse fühlen sich bei uns vor allem im Winter wohl - denn dann bieten die Wohnräume die entsprechenden Temperaturen. Eines davon ist der Weihnachtsstern.

Sein Name verrät auch schon, dass er ausgerechnet in den Wochen vor und an Weihnachten seinen Höhepunkt erlebt. Dann erweisen sich seine farbigen Hochblätter als beliebte Dekoration.

Rote Scheinblütenblätter

Die Beliebtheit des Weihnachtssterns ist groß, erläutert Jeanette Schweikert, Geschäftsführerin der Gartenakademie Baden-Württemberg. Jährlich werden fast zweihundert Millionen Pflanzen produziert und gehandelt.

Besonderes Augenmerk gilt seinen roten, rosa, cremeweiß, gelben und panaschierten Hochblättern - und nicht seinen eigentlichen Blüten, die recht unauffällig und versteckt sitzen. "Sie sind gelb und etwa stecknadelkopfgroß", erklärt der Florist Julian Kramer aus Essen. Die Hochblätter hingegen wirken wegen ihrer Größe, Langlebigkeit und Farbe wie die echten Blüten, und werden daher auch als Scheinblütenblätter bezeichnet.

Farben und Wuchsformen

Die Farben gehen mit der Mode: Während noch vor wenigen Jahren leuchtende bis dunkle Rottöne en vogue waren und damit auch vermehrt solche Exemplare im Handel zu finden waren, sieht Florist Kramer aktuell vor allem die weißen und rosafarbenen Sorten im Trend.

Außerdem hat die Industrie vermehrt verschiedene Wuchsformen und Größen im Angebot. "Die Züchter legen Wert darauf, eine kompakte, runde Wuchsform durch genetische Auswahl zu erzielen", erläutert Schweikert von der Gartenakademie. "Sehr beliebt sind die kleinen, sogenannten Mini-Weihnachtssterne und die mittlere Größe in Töpfen mit einem Durchmesser von 10 bis 15 Zentimeter", ergänzt Kramer. Größere Büsche und Hochstämmchen seien hingegen aus der Mode gekommen. "Auch Weihnachtssterne als Schnittblumen werden nur wenig angeboten."

Dekorations-Tipps

Einen angesagten modernen Look gestaltet Florist Kramer aus einem weißen Weihnachtsstern und einem Gefäß aus unbehandeltem Holz. Dazu steckt er einige Magnolienzweige zwischen das Astwerk des Weihnachtssterns und schafft so eine optische Verbindung zwischen dem Naturmaterial des Übertopfes und der Pflanze.

Auch wirkt ein weißer Weihnachtsstern schön in einem großen Glasgefäß. Der farbige Pflanztopf aus Plastik wird dafür mit großen, gekälkten Blättern abgedeckt und erst dann in das Glas gegeben, erklärt Kramer.

Alternativ kann man zur Umkleidung Rindenstücke verwenden, die mit Flechten besetzt sind. Der frei bleibende Zwischenraum im Glasgefäß lässt sich mit Zapfen, langen Kiefernadel und einigen rund um den Topf geschlungenen Olivenzweigen auffüllen. Das ergibt ein lebendiges Zusammenspiel zwischen weihnachtlichen Naturmaterialien und der eleganten Topfblume.

Hoher Lichtbedarf

Damit sich diese möglichst lange gut hält, sollten Hobbygärtner beim Kauf des Weihnachtssterns darauf achten, dass die eigentlichen Blütenstände in der Mitte der farbigen Hochblätter noch vorhanden und ungeöffnet sind, rät Expertin Schweikert.

Käufer sollten die Pflanze beim Transport vor tiefen Temperaturen mit mehreren Lagen Papier gut schützen. Außerdem lässt sich aus der Herkunft aus Mittelamerika und Mexiko ableiten, dass die Weihnachtssterne einen hohen Lichtbedarf haben. Im Winter kann das hierzulande ein Problem sein. Daher sollten Weihnachtssterne im Haus einen möglichst hellen Standort erhalten.

Zwar ist eine gewisse Feuchtigkeit der Erde im Topf gut, aber Kramer rät Hobbygärtnern, immer erst dann zu gießen, wenn der Erdballen oben angetrocknet ist. "Am besten ist handwarmes, abgestandenes Wasser", so der Florist. Staunässe ist grundsätzlich schwierig, ergänzt Schweikert von der Gartenakademie.

Weiterhin ist wichtig, die Pflanze nicht zu verletzen. Denn aus den Wunden der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceaen) zu denen die Weihnachtssterne gehören, tritt weißer Milchsaft aus. Er kann die Haut empfindlicher Menschen reizen.

Wie geht's nach Weihnachten weiter? Weihnachtssterne wachsen in ihrer Heimat mehrere Jahre lang als Strauch. Auch hierzulande muss die Topfpflanze nicht schon nach einem Jahr sterben. Dafür wird der Weihnachtsstern im Frühjahr zurückgeschnitten. Die Triebe können um gut ein Drittel bis zur Hälfte eingekürzt werden, damit sich ein kompakter Busch entwickelt, erläutert Jeanette Schweikert von der Gartenakademie Baden-Württemberg. Während der Sommerwochen sollte die Pflanze im Freien gedeihen. Zunächst gewöhnt man die Pflanze während einer Übergangswoche im Garten an den Schatten, erst anschließend darf sie in die volle Sonne. Im Spätsommer holt man den Weihnachtsstern wieder ins Haus. Da es sich beim Weihnachtsstern um eine sogenannte Kurztagspflanze handelt, muss im Herbst ein entscheidender Pflegeschritt umgesetzt werden, damit die Blütenbildung erneut einsetzt. Denn dafür braucht der Weihnachtsstern einen verkürzten Tagesanteil mit Licht. Das gelingt, indem man ihn von September bis November täglich für 15 Stunden vollkommen ins Dunkel stellt.

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dpa | Weihnachten

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