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Die Hopfenbuche als Klimabaum Der Stadtbaum der Zukunft

Janine Schulze
Die Fruchtstände der Hopfenbuche ähneln im Aussehen den Blüten des Hopfens.

Die Fruchtstände der Hopfenbuche ähneln im Aussehen den Blüten des Hopfens.

Canva

Die Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia) hat mit ihrer außergewöhnlichen Trockenheitsresistenz ein besonderes Talent und rückt damit zunehmend in den Fokus städtischer Grünflächenplaner. 2019 wurde der sommergrüne Baum in Österreich unter anderem aufgrund dessen zum Baum des Jahres gekürt. Es gibt aber auch noch weitere Gründe, warum die Hopfenbuche als Klima- und Stadtbaum der Zukunft gilt.

Die Eigenschaften der Hopfenbuche

Die Hopfenbuche gehört zur Familie der Birkengewächse und ist in Südeuropa, Asien, Nord- und Mittelamerika beheimatet. Dort entdeckt man sie vor allem an warmen und trockenen Hängen, Waldrändern und in Mischwäldern. Mit einem potenziellen Wachstum auf eine Höhe von 10 bis 15 Metern und einer ebenso breiten, rundlichen Krone ist sie sowohl als Alleebaum als auch als Parkbaum ideal. Besonders auffällig ist ihre Rinde, die bei jungen Bäumen weißgrau und im Alter dunkel gefurcht ist.

Ihre Blätter sind eiförmig und dunkelgrün glänzend, im Herbst gelb verfärbt. Damit ähneln sie denen der Hainbuche, was sich im wissenschaftlichen Namen „carpinifolia“ widerspiegelt. Im Herbst bilden sich lange, herabhängende, gelbe Kätzchen. Sie überwintern als Knospe und öffnen sich im Frühjahr. Ihren Namen hat die Hopfenbuche unter anderem ihren Fruchtständen zu verdanken, die den weiblichen Blüten des Hopfens sehr ähnlichsehen. Im Herbst verfärbt sich die blasige Hülle der Nussfrucht braun.

Die gelben Kätzchen bleiben als Knospen über den Winter am Baum und öffnen sich im Frühjahr.

Die gelben Kätzchen bleiben als Knospen über den Winter am Baum und öffnen sich im Frühjahr.

Warum die Hopfenbuche ein Klimabaum ist

Der Klimawandel stellt neue Herausforderungen an unsere Städte und insbesondere an das städtische Grün. Hitze und Trockenheit nehmen zu, weshalb die Auswahl resistenter Baumarten immer wichtiger wird. Hier kommt die Hopfenbuche ins Spiel, denn sie zeigt eine außergewöhnliche Trockenresistenz, was sie insbesondere für das urbane Umfeld attraktiv macht. Ihre Fähigkeit, Trockenperioden zu überstehen und auch auf bepflasterten, städtischen Flächen zu gedeihen, macht sie zu einem idealen Klimabaum. Zudem ist die Hopfenbuche auch noch besonders frosthart. Mit bis zu -25 Grad Celsius hat sie keine Schwierigkeiten.

Nutzung und Pflege der Hopfenbuche

Sonne, Halbschatten oder Schatten, das ist der Hopfenbuche egal. Bevorzugen tut sie jedoch einen warmen und wintermilden Standort mit einem nährstoff- und kalkreichen Boden, auch wenn sie mit weniger auskommt. Obwohl sie pflegeleicht ist, profitiert sie von einer Mulchschicht, die die Bodenfeuchtigkeit bewahrt und Nährstoffe bereitstellt. Die Hopfenbuche ist generell sehr robust und wird selten von Krankheiten befallen, kann jedoch gelegentlich von Pilzen oder dem Eichensplintkäfer angegriffen werden.

Ihr Holz ist hart und wird häufig für Drechselarbeiten verwendet oder als Brennholz genutzt. In Städten findet die Hopfenbuche häufig Verwendung in Parks, Alleen oder als Solitärbaum in großen Gärten, wo sie nicht nur ästhetisch überzeugt, sondern auch einen wertvollen Beitrag zum Mikroklima leistet.

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