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NWZonline.de Gartenzeit

Heilpflanze mit mystischer Vergangenheit

16.06.2018

Neben der seit Langem gebräuchlichen Verwendung als Heilpflanze weisen Namen wie „Wetterkerze“ oder „Himmelsbrand“ auf eine mystische Vergangenheit der Königskerze hin.

Während des Mittelalters diente sie als Wetterprophet, der eine Vorhersage für den nächsten Winter erlaubte. Zeigte sich ein Blütenkranz am Stängelende, so war mit einem langen, schneereichen Winter zu rechnen; befand sich dieser Kranz am Blütenanfang, so war ein früher Wintereinbruch zu erwarten. Öffneten sich hingegen die Blüten auf der ganzen Länge, war ein normaler Winter wahrscheinlich.

Die Königskerze, die wild in ganz Europa wächst, schützte nach Überlieferungen auch vor Blitzschlag, wenn sie in Hausnähe wuchs. Riss man die Pflanzen heraus, musste man mit schlimmem Unwetter rechnen. Heutzutage hat die Königskerze ihre mystische Wirkung verloren. In der Tradition der Bauerngärten erfreut sie sich aber nach wie vor als Gartenblume gerade in naturnahen Pflanzungen großer Beliebtheit.

Eine Aussaat wird jetzt im Juni bis Juli vorgenommen; die Samen keimen bereits nach einer Woche. Im Herbst werden die Jungpflanzen an Ort und Stelle umgesetzt. Dabei ist ihre Vorliebe für mageren, kalkhaltigen, steinigen Boden an vollsonnigem Platze zu berücksichtigen. Im ersten Jahr bildet sich nur eine große Blattrosette; im zweiten Jahr erscheint der Blüten tragende Stängel, der bis zu zwei Meter groß werden kann. Vom Juli bis in den September hinein öffnen sich dann meist etagenartig von unten nach oben die zahlreichen gelben Blüten und locken Hummeln und Bienen in Vielzahl.

Wegen ihrer Höhe wirken Königskerzen erst frei stehend oder am Gartenrand majestätisch, wo sie gut in der Nähe von Gehölzen oder Kräutern, wie Engelwurz und Salbei stehen. In Bauerngärten war es üblich, sie als Randpflanzung am Zaun des Gemüsegartens mit Calendula, Stockrosen, Sonnenblumen und Salbei zu pflanzen. Sagt der Königskerze der Standort zu, samt sie sich von allein aus, und die Jungpflanzen erscheinen jedes Jahr zahlreicher. Wo sie stören, pflanzt man sie an geeignete Stellen um.

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