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NWZonline.de Gartenzeit

Kräutergarten: Im Winter muss Lorbeer ins Haus

28.11.2020

Beheimatet in den warmen Mittelmeergebieten, würde der Lorbeerbaum in unseren Breiten den Winter im Freien nicht überleben. Deshalb wird er auch meist als Kübelpflanze gehalten und bekommt vor den ersten stärkeren Frösten einen Platz im Haus. Ideal sind helle und kühle Räume, wie frostfreie Wintergärten oder Flure und Treppenhäuser. Hier herrschen für die Überwinterung die richtigen Temperaturen, die 6 Grad Celsius nicht überschreiten sollten. Bei zu viel Wärme kommt es rasch zu schlaffen Neutrieben, und Woll- und Schmierläuse können schnell zur Plage werden. Über Winter wird auch nur sparsam gegossen; der Ballen sollte aber nie austrocknen.

Die Verwendung von Lorbeer zu Kulthandlungen oder als Gewürz ist eine der ältesten in der menschlichen Geschichte und geht auf die Sumerer vor 7000 Jahren zurück. Schon dieses Volk flocht aus den Zweigen Kränze und schmückte damit, wie auch später die Griechen und Römer, ihre Helden. Neben diesen Ehrenkränzen wurden die Lorbeerblätter, die reich an Bitterstoffen und ätherischem Öl sind, aber auch seit ältesten Zeiten als Heilpflanze und Gewürz verwendet.

Auch heute noch werden die Blätter gern zum Marinieren von Fisch, Wild und Sauerbraten sowie eingelegten Gurken benutzt. Unentbehrlich sind diese Blätter außerdem zu allen Ragouts, zu Suppen und Soßen und allen säuerlichen Fleischzubereitungen wie Sülzen. Dabei verwendet man Lorbeerblätter nur selten als Hauptgewürz; es gibt den Speisen aber einen aromatischen Beigeschmack. Wichtig ist es, nicht zu viel an Blättern zu nehmen, da sonst ein bitterer Geschmack die Folge wäre. Ein kleines Blatt reicht gut zum Würzen von einem halben Liter Brühe oder Fleisch von einem Kilogramm. Verwendet werden nur unbeschädigte Blätter; zerbrochene und gelbbraune sind bereits alt und als Gewürz minderwertig.

Zum Würzen wird nur der echte Lorbeer (Laurus nobilis) verwendet und nicht etwa der bei uns in den Gärten vorkommende giftige Kirschlorbeer. Kauft man sich etwas größere Hochstämmchen, ist mit einem teuren Preis zu rechnen, da diese Pflanzen meist älter als zehn Jahre sind. Preiswerter sind kleine Sträucher, die man sich auch gut selbst im Sommer aus Stecklingen heranziehen kann. Über Sommer bekommt der Lorbeer nach den Eisheiligen einen sonnigen und geschützten Standort im Freien; den Topf gräbt man am besten ein. Während dieser Zeit wird ausreichend gegossen und alle vierzehn Tage etwas Flüssigdünger beigesetzt. Umtopfen muss man nur alle paar Jahre im Frühjahr in nur wenig größere Gefäße in lehmigen, nährstoffreichen Boden.

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Der Lorbeer ist langsamwüchsig, und es braucht schon eine Reihe von Jahren, um kräftige Büsche heranzuziehen. Klassisch ist ein Schnitt zu kugeligen oder pyramidalen Büschen; Lorbeer verträgt einen sommerlichen Schnitt sehr gut. Aber auch frei wachsende Büsche kürzt man jährlich ein, damit sie nicht zu groß werden. Die bei einem Schnitt anfallenden Triebspitzen mit den voll entwickelten Blättern sind dann die Ernte für den Hausgebrauch. Sie werden gebündelt und kopfüber aufgehängt getrocknet. Danach werden die Blätter mit den Stängeln abgetrennt und trocken und kühl in einer Dose oder einem Glas aufbewahrt.

Zum Würzen kann man über Sommer auch die frischen Blätter benutzen, ohne allerdings kleine Sträucher allzu kahl zu zupfen. Die getrockneten Blätter haben den Vorteil, dass sie nicht so bitter sind, ohne aber ihre Würzkraft zu vermindern.

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