Zu den schönsten Kübelpflanzen zählt die Schmucklilie, Agapanthus, die häufig auch als Liebesblume bezeichnet wird. Ohne Weiteres können jetzt auch noch blühende Pflanzen in Containern gekauft werden; beim Umpflanzen in Kübeln ist dann darauf zu achten, dass das Wurzelsystem nicht beschädigt wird. Ansonsten wird der fleischige Wurzelstamm im Frühjahr ca. 15 cm tief, so dass die Knospen dicht unter der Oberfläche stehen, in einen nicht zu großen Kübel gepflanzt, in dem er mehrere Jahre ohne Umsetzen verbleibt. Als Pflanzgefäße wählt man lieber etwas kleinere Exemplare, da Schmucklilien umso üppiger blühen, je weniger sich die Wurzeln ausbreiten können. Als Erdmischung findet durchlässiger, humoser Boden Verwendung. Die Pflanze entwickelt im Frühjahr zahlreiche riemenförmige Blätter, die bis zu 80 cm lang sind. Ab Ende Mai nach den Eisheiligen erhält die Schmucklilie einen Platz im Freien an sonniger, geschützter Stelle; in regenreichen Sommern stehen die Pflanzen am besten in einem Unterstand.
Im Juli entwickeln sich dann bis zu einem Meter hohe, doldige Blütenstände, an denen je nach Sorte bis zu zweihundert Einzelblüten zu zählen sind. Alte Pflanzen blühen außerordentlich reichlich. In der Wachstumszeit von Juni bis August ist der Wasserbedarf besonders hoch; dem Gießwasser wird wöchentlich ein Flüssigdünger beigesetzt, nach der Blüte wird die Düngung langsam eingestellt. Da Schmucklilien extrem empfindlich gegen Staunässe sind, die schnell zu Nassfäule und Absterben der ganzen Pflanzen führen kann, wird das nicht aufgenommene Gießwasser eine halbe Stunde nach dem Wässern aus den Untersetzern entfernt. Von ihrer Heimat her ist die Schmucklilie keinen Frost gewöhnt; daher stellt man die Kübel zeitig im Herbst an einen frostfreien, hellen Standort im Haus, an dem die Temperaturen drei bis acht Grad betragen. Ein ungeheizter, heller Keller oder Flur bzw. eine frostfreie Garage bieten sich zur Überwinterung an. Es wird nur wenig gegossen, ein Zuviel führt auch im Winter leicht zu Wurzelfäule.
