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NWZonline.de Gartenzeit

Mariendistel: Alte Heilpflanze wieder beliebt

30.10.2020

Ihr Name beruht auf einer alten Sage, nach der die weiße Blattfärbung entstanden sein soll, als Maria Milch vergoss, um Jesus vor Herodes zu schützen.

Wegen ihrer weißgrün marmorierten Blattzeichnung gehört die Mariendistel zu den schönsten Blattschmuckgewächsen, ihre hervorragende Heilwirkung ist heutzutage jedoch wenig bekannt.

Mariendisteln entwickeln kräftige Wurzeln und üppige gelappte Blätter, die an den Rändern kräftige Dornen aufweisen. Der stämmige Blütenstiel wird bis zu zwei Meter hoch, und an den Spitzen der Stiele öffnen sich zum Herbst die rot gefärbten Blütenköpfe, die wie alle Distelblüten von Fluginsekten reichlich besucht werden. Einige Zeit später reifen die Samen heran, die zu Heilzwecken, aber natürlich auch zur Aussaat gesammelt werden können. Dabei sollte man nicht zu lange warten, da die Distelsamen über Haarkronen verfügen, mit deren Hilfe sie zur Reife in alle Richtungen fortwehen. Mit der Ernte ist dann zu beginnen, wenn die Fruchtkapseln einen weißlichen Haarkranz ausbilden. Die ganzen Fruchtstände werden abgenommen, die Kapseln seitlich eingeschnitten und trocken gelagert. Nach einigen Wochen kann man die Kapseln dann zwischen den Händen zerreiben, um die Früchte von den Samenträgern zu trennen.

Der wichtigste Inhaltsstoff in ihnen ist das Silymarin, ein zur Gruppe der Flavone zählender Wirkstoff, der für seine die Leber heilende Wirkung verantwortlich ist. Dabei sind die Inhaltsstoffe zweifach wirksam: zum einen schützen sie die Leber vor schädigenden Stoffen, und zum anderen wirken sie auf die Fettleber regenerativ. Mariendistelanwendungen sind auch deshalb so empfehlenswert, da sie außerordentlich wirksam sind, zugleich aber zu den unschädlichen Heilpflanzen gehören, die auch in höherer Dosierung absolut nebenwirkungsfrei sind. Eine Selbstbehandlung mit Mariendistelzubereitungen bei schweren Lebererkrankungen ist natürlich strikt abzulehnen; sie können nur im Zusammenwirken mit Heilkundigen, wie z.B. Ärzten und Apothekern, angewendet werden, um zu Heilerfolgen zu führen.

Für die Anwendung von Mariendisteln zu Heilzwecken bereitet man aus den Samen einen Tee.

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Um selbst Samen sammeln zu können, lohnt es sich, Mariendisteln im eigenen Garten anzusiedeln. Selbst wenn die Samen nicht zu Heilzwecken benötigt werden, empfiehlt sich eine Pflanzung, da die Gestalt dieser Pflanze mit ihren marmorierten Blättern für Aufsehen sorgt; aus Überlegungen der naturnahen Gartengestaltung spricht für eine Pflanzung der Futterwert der Blüten für viele Insekten, und die Früchte versorgen manch Vögel im Winter mit Nahrung.

Zum ersten Mal lohnt es sich, die Mariendisteln als junge Pflanzen in den Garten zu holen, um sich eine langwierige Anzucht aus Samen zu ersparen. Hat man hingegen bereits selbst Samen gesammelt, ist eine Aussaat auf der warmen Fensterbank im März für diese aus Südeuropa stammende Pflanze empfehlenswert. Der Standort im Garten sollte vollsonnig, humos und tiefgründig sein. Da die Pflanzen Kalk liebend sind, ist bei saurem Boden eine Gabe von Kalk oder Gesteinsmehl erforderlich. Je nach Sorte blühen die Pflanzen schon im selben Jahr oder erst im nächsten Sommer. Sind Mariendisteln erst einmal im Garten heimisch geworden, braucht man sich um eine Vermehrung nicht mehr zu kümmern, da aus den Samen reichlich Nachwuchs heranwächst.

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