Mit der Vorstellung der Tierkreistrigone – Unterscheidung durch den Mondlauf in Blatt- und Blütentage, in Frucht- und Wurzeltage – sah sie einen Weg, diese Seite mit der irdischen zusammenzubringen. Damit traf sie die Sehnsucht von Gartenfreunden weltweit.

Aufgrund zahlreicher Experimente und Untersuchungen stellte Maria Thun aus dieser Zuordnung zu den Elementen einige Regeln auf. So werden Wurzelpflanzen nur an Wurzel-Tagen gepflegt. Aussaat, Pflanzung, alle Hack- und Pflegearbeiten, Ernte und Konservierung finden nur an diesen statt. Ähnliches gilt für Blattpflanzen, auch Fruchtpflanzen und Blütenpflanzen werden an den entsprechenden Tagen gesät, gepflanzt, gepflegt und geerntet. Alles, was man direkt verwenden will (z.B. Salat), holt man frisch aus dem Garten, egal wann.

Wer den Kalender konkret für seine Gartenarbeit heranzieht, bemerkt schnell, dass er so regelmäßig die gleichen Pflanzen immer wieder pflegt. Der Trigonrhythmus (12 Sternbilder in 4 Elemente verteilt) gibt die Möglichkeit, etwa alle neun Tage die gleichen Pflanzen zu pflegen. Thuns Kalender sorgt für ein rhythmisches Verhältnis. Vermutlich liegt darin die starke Wirkung des Kalenders.

Dazu kommt: als Bauerntochter vergaß Maria Thun ihre Beziehung zur Landwirtschaft nie. Wer sich mit ihr beschäftigt, hat den Eindruck, bei ihr ist man auf einem kleinen Hof, nicht in einem Forschungsinstitut mit Laboren und keimfreien Proben. Wichtig ist, eigene Beobachtungen zu machen, bevor man in den Kalender schaut. Auf dem Boden dieser Erfahrung erweist sich der als hervorragendes Hilfsmittel einer innerlich erlebten Beziehung zur Natur. Und das betrachten viele als wunderbar.