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NWZonline.de Gartenzeit

Schmetterlinge brauchen Hilfe

26.05.2018

Auch wenn der Rückgang der Tagfalterarten in den letzten Jahren bedrohliche Ausmaße angenommen hat, sind die Überlebenschancen einheimischer Schmetterlinge gar nicht mal so schlecht, wenn sich das Naturverständnis weiter wandelt. Dazu gehören das extensive Bewirtschaften von Grünland, Ödlandflächen und krautreiche Wegränder. Auch die Gartenbauämter bemühen sich in der ökologischen Bewirtschaftung öffentlichen Grüns, und in vielen Hausgärten verstärkt sich der Trend zum naturnahen Gärtnern.

Verzicht auf Pflanzengift

Die Rote Liste der gefährdeten Tiere und Pflanzen in Deutschland zählt zahlreiche der Tagfalterarten als gefährdet oder ausgestorben auf. Schuld daran ist neben dem Verlust von naturnahen Flächen vielfach eine intensive Bewirtschaftung. An Stelle der artenreichen Wiesen entstehen häufig sogenannte Grasäcker, die ein erstes Mal Anfang bis Mitte Mai gemäht werden. Zu diesem Zeitpunkt schlüpfen die Falter aus den Puppen und finden dann statt nektarreicher Blütenhorizonte abgemähte Flächen vor. Neben den fehlenden Futterpflanzen (die Wilde Möhre und andere Doldenblütler) geben Pestizide den Schmetterlingen oft den Rest.

Seit vielen Jahren bemühen sich verschiedene Naturschutzverbände um eine Förderung der bedrohten Schmetterlingsarten. Neben der Schonung von Wegrändern, Böschungen und Brachflächen wird die Entwicklung von Ackerrandstreifen gefördert, auf denen wieder nektarreiche Blüten- und Raupenfutterpflanzen wachsen.

Aber auch in Hausgärten ist noch manches nachzuholen. Ein Garten, der vorwiegend aus Rasen, Rosen und Koniferen besteht, bietet Schmetterlingen kein Zuhause. Neben dem Verzicht auf Gifte im Garten fördert die Anlage von naturnahen Gartenelementen wie Wiese, Hecke, Teich und Trockenmauer die Vielfalt an Tieren.

Um besonders Schmetterlinge und Insekten im Garten zu fördern, bieten sich folgende Möglichkeiten an. Wildkräuter sind vielfach wichtige Nahrungspflanzen für Insekten. An der Brennnessel leben zum Beispiel die Raupen von 25 Falterarten. Selbst der kleinste Garten kann einen Bereich aufweisen, in dem die Wildkräuter stehen bleiben.

Blühender Sommerflieder

Stauden, wie sie in Bauerngärten anzutreffen sind, bieten den Schmetterlingen Nahrung in Form von Nektar. Einige eignen sich sogar als Raupenfutterpflanze, wie zum Beispiel Phlox, Flockenblume, Veilchen, Nelken, Nachtviolen und Königskerzen.

Blütenreiche Wildblumenwiesen an Stelle monotoner Rasenflächen steigern ebenfalls das Nektarangebot für Insekten. Ein Mähen nicht vor Ende Juni oder die Aussaat von Wildblumensamen helfen, den Garten für diese Tiere interessant zu machen.

Heimische Laubgehölze bieten Raupen in Form von Blättern Futter und versorgen die Falter während der Blütezeit mit Nektar. Empfehlenswert sind Sträucher wie Schlehe, Schneeball, Weide und Weißdorn. Ein Strauch mit besonderer Anziehungskraft ist der Sommerflieder (Buddleia davidii). Während der ausgedehnten Blütezeit im Sommer besuchen Dutzende von Schmetterlingen seine Blüten und legen gern in der Nähe ihre Eier ab.

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