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NWZonline.de Gartenzeit

Wunden im Holz versorgen

02.02.2019

So wichtig und notwendig es oft ist, auch starke Äste von Obstbäumen zu entfernen, so sinnvoll ist die Nachbehandlung. Denn die Folgen eines falschen Schnittes können fatal sein.

Wurde zum Beispiel bei einem älteren Baum vor einigen Jahren ein kräftiger Ast unfachmännisch abgesägt, sodass noch ein Stück stehen blieb, sind die Folgen oft groß. Das abgestorbene Holz verfault, es bildet sich ein Loch, das sich ständig vergrößert und in dem Wasser steht. Es ist dann nur noch eine Frage der Zeit, bis der ganze Stamm morsch wird.

Wasser muss abfließen

Entstehen durch nicht versorgte Wunden, auch nach einem Astbruch möglich, Löcher in Bäumen, kann dies im Laufe der Jahre zu Siechtum und Absterben führen, da der Baum die Wunde nicht mehr umwallen kann.

Als Gegenmaßnahme ist die Verletzung zuerst bis in das unbeschädigte Holz zu säubern. Bei Höhlen wird ein Loch schräg vom Grund nach außen gebohrt, so dass Wasser immer abfließen kann.

Früher wurden Löcher in Bäumen mit Kitt, Zement und anderen Stoffen gefüllt in der Hoffnung, die Standfestigkeit zu erhöhen. Dies hat sich jedoch in der Praxis nicht als richtig erwiesen, da es zwischen Füllmasse und Baum schnell wieder zu Fäulnis kommt und das Siechtum schneller als vorher voranschreitet.

Wichtig ist es hingegen, die Wundränder mit einer Hippe oder einem scharfen Messer glatt zu schneiden. Große Wunden am Stamm werden in Form eines spitzen Ovals geschnitten, damit der Saftstrom optimal das Gewebe versorgt.

Bei Obstbäumen wie Apfel und Birne kann dann die Sägestelle mit Wundverschlussmittel bestrichen werden, damit keine Feuchtigkeit und Sporen des Obstbaumkrebses eindringen können, Nachbehandlungen sind soweit nötig durchzuführen. Durch ein Anschneiden des sich bildenden Kallusgewebes in den Folgejahren lässt sich zudem die Wuchsleistung steigern sowie die Wuchsrichtung beeinflussen. In vielen Fällen wird sich im Laufe der Jahre die Wunde ganz schließen, und der Baum bleibt auf Dauer standfähig.

Richtige Sägetechnik

Um beim Obstbaumschnitt durch das Absägen größerer Äste einer Verletzung durch Abbruch entgegenzuwirken, kommt es auf die richtige Sägetechnik an. Dazu wird zuerst der Ast auf der Unterseite zehn Zentimeter oberhalb des Astringes zur Hälfte angesägt. Im nächsten Arbeitsgang sägt man auf der Oberseite etwas höher als an der ersten Sägestelle den Ast durch. Er bricht dann durch sein Eigengewicht zwischen den Sägestellen ab, ohne dass es am Stamm zu Abrissen kommt.

Der übrig gebliebene Stummel wird zuletzt auf Astring abgesägt, und die Wundränder werden mit einer Hippe glatt geschnitten.

Durch diese Methode gibt es keine unnötigen Wunden. Beim Obstbaumschnitt krebsgefährdeter Sorten ist generell zu beachten, dass alle Schnittstellen, die größer als eine Ein-Euro-Münze sind, mit Wundverschlussmittel versiegelt werden.

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