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NWZonline.de Gartenzeit

Große Stunde schlägt im Herbst

12.10.2019

Über Sommer fallen die Pfaffenhütchen-Sträucher unter den Gehölzen nicht besonders auf, aber im Herbst beginnt ihre große Stunde. Ihre herbstlich Laubfärbung wird nur von wenigen anderen Gehölzen übertroffen, und zusätzlich zeigen sich die rosa bis scharlachroten Früchte, aus denen orangefarbene Samen heraushängen. Die vierklappigen Kapseln haben diesem Strauch auch seinen Namen gegeben, da sie dem Birett, der Kopfbedeckung katholischer Geistlicher, ähneln.

Nahrung für Vögel

So schön wie die Früchte auch erscheinen, Vorsicht ist geboten, da sie stark giftig sind und eine Einnahme von größeren Mengen zu Magen-Darm-Koliken bis hin zum Kollaps führen kann. Aus gutem Grunde ist man deshalb seit Jahren bemüht, in der Nähe von Kinderspielplätzen und Tageseinrichtungen sowie Schulen die giftigsten Pflanzen, zu denen neben Pfaffenhütchen auch Goldregen, Seidelbast und Stechpalme gehören, zu entfernen beziehungsweise gezielt nur ungiftige Pflanzen anzubauen.

In Hausgärten ist vor allen Dingen die Erziehung zur Vorsicht vor unbekannten Pflanzen wichtig. Kleine Kinder müssen wissen, dass sie nicht einfach alle Früchte oder Blätter in den Mund nehmen dürfen, da sie eventuell Giftstoffe enthalten. Größere Kinder können bereits giftige Pflanzen kennen lernen und wissen sie zu meiden.

Die Beeren sind aber für manche Tiere nicht giftig, und so werden die Früchte von Vögeln und besonders gern von Rotkehlchen aufgenommen. Die Tiere unterscheiden dabei ganz geschickt zwischen den Samen und der sie umgebenden Hülle. Diesen Samenmantel lösen sie und schlucken ihn herunter, während sie den Samen wieder ausspucken und somit für die Verbreitung dieses Strauches sorgen.

Neben den Früchten im Herbst bietet das Pfaffenhütchen aber noch weitere Nahrung für die Tierwelt. Die im Frühjahr erscheinenden nektarreichen Scheibenblüten werden gern von Honig- und Sandbienen, Schwebfliegen und Blaubockkäfern besucht, und an den Blättern frisst manche Raupe.

Strauch bleibt klein

Nicht gern gesehen sind die Raupen der Spindelbaum-Gespinstmotten. Sie können im Frühjahr innerhalb weniger Tage das gesamte Laub abfressen, anschließend verpuppen sie sich im Boden. Aber auch mit diesem Problem wird das Pfaffenhütchen fertig, mit einem Johannitrieb begrünt sich der Strauch wieder und ist nicht in seiner Existenz bedroht.

Im naturnahen Garten stehen Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) gut zusammen mit Hartriegel, Weißdorn und Schneeball. Alle diese Sträucher bleiben, ebenso wie das Pfaffenhütchen, mit einer Größe von bis zu fünf Metern relativ klein und passen auch auf kleinste Grundstücke.

Das Pfaffenhütchen entwickelt im Laufe der Jahre an seinen Ästen Korkleisten, die sich abschälen können und besonders im Winter, wenn das Astgerüst auffällt, für einen Blickfang sorgen. Auffälliger ist dies sogar beim Korkflügelstrauch, einem botanisch nahe verwandten Gehölz. Dieser bildet an seiner Rinde mehrere Zentimeter breite Korkleisten aus, die sich partiell auch ablösen.

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