NWZonline.de Gartenzeit

Pflanzen: Sie machen keine Probleme

16.04.2021

Die Sonne strahlt vom Himmel, toll für das Bräunungsbad, den Durst stillt eine Flasche Wasser. Im Garten selbst ist das nicht so einfach, denn auch die Pflanzen sind durstig. So ist reichlich Arbeit angesagt. Gerade in den heißen Sommermonaten brauchen viele Pflanzen reichlich Wasser, tägliches Gießen fällt jetzt an. Die richtige Wahl reduziert alles auf ein Mindestmaß. Das Zauberwort heißt trockenheitsresistente Pflanze.

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Auch bei großer Trockenheit kommt sie erstaunlich gut ohne zusätzliches Nass aus. Das betrifft vor allem Exemplare mit fleischigen und dicken Blättern. Oder solche mit Pfahlwurzeln, die tief in die Erde reichen. Die Pflanze versorgt sich damit auch dann mit Wasser, wenn es oben herum längst staubtrocken ist.

Die Auswahl ist groß, im Gartencenter sind die Profis gerne bei der Wahl behilflich. Einige der Pflanzen stellen wir hier kurz vor.  Blauraute: Diese Steppenpflanze ist bestens an trockene, regenarme Sommer angepasst. Rein optisch gleicht sie dem Lavendel, entfaltet ab Mitte Juli ihr lila Blütenkleid bis in den Oktober hinein. Und das wird bis zu einem halben Meter hoch. Die silbergraue Farbe ihrer Triebe schützt sie vor Überhitzung durch Reflexion des Sonnenlichts. Nur bei sehr lange anhaltender Trockenheit ist etwas Gießen anzuraten.  Steinkraut: Wächst als ausdauernde Staude oder Halbstrauch, behält fast alle Blätter im Winter. Die leuchtend gelben Blütentrauben sind sehr dekorativ, für eine derart unkomplizierte und pflegeleichte Pflanze schon ungewöhnlich. Mit kleinen und behaarten Blättern ausgerüstet, steckt sie Trockenheit gut weg. Nur bei wochenlanger Sonnenperiode ohne Regen etwas gießen. Eignet sich gut als Bodendecker.  Fetthenne: Echter Trockenheitsspezialist mit fleischigen, rundlichen, sehr dekorativen Blättern. Die sind übrigens der Wasserspeicher. Selbst lange Sommerperioden ohne Regen – kein Problem. Den Stress sieht man der Pflanze nicht an. Niedrig wachsende Arten sind hübsche Bodendecker, höher wachsende für Staudenbeete ideal.  Hauswurz: Frei übersetzt steht der Name für „immerlebend“, genau so verhält sich die Pflanze auch. Extreme Trockenheit, Hitze oder starke Kälte sind für diesen schönen Bodendecker kein Problem. Die Anzahl der Sorten ist groß (über 5.000), mit großen Rosettenformen und in vielen Blattfarben – von Grün bis zu leuchtendem Rot.  Mädchenauge: Farbenfrohe Blüten bedecken die Staude von Juni bis in den Oktober hinein, in jedem Garten ein echter Eyecatcher. Diese Pflanze ist auch sonst sehr robust und genügsam eingestellt. Wollziest Haare auf den Blättern sorgen dafür, dass so wenig Wasser wie möglich aus diesen entweicht. Damit ist diese Pflanze auch in besonders trockenen Zeiten noch gut versorgt. Er ist gerade dann ein echter Überlebenskünstler. Die wollig weichen und silbergrauen Blätter des Bodendeckers sind auch noch schön anzusehen. Mit den Jahren bilden sich dichte und 15 bis 60 Zentimeter hohe Pflanzenkissen.  Steppensalbei: In der Natur wächst er in Steppenlandschaften und auf Trockenwiesen. Das prädestiniert ihn für karge und trockene Standorte in unserem Garten. Mit violetten, rosafarbenen und weißen Blüten sorgt er dort für optische Highlights. Außergewöhnlich ist „Caradonna“ mit tiefvioletten Blüten an schwarzvioletten Stängeln. Die Pflanze sieht auf keinen Fall „trocken“ aus, besticht durch große Artenvielfalt, ist auch als Heilpflanze zu verwenden. Ein weiterer Vorteil: Salbei lockt Bienen und Schmetterlinge wie ein Magnet an.  Blau-Schwiegel: Auch dieses kleine und zierliche Gras ist ein wahres Talent wenn es um Trockenheit geht. Mit seinen feinen bläulich-grünen Halmen eine Augenweide, wertet jeden Garten auf. Zudem erfreulich unempfindlich gegenüber Krankheiten und auch als Bodendecker gut geeignet.  Mannstreu: Neben ihren faszinierenden metallisch blauen Blüten (im botanischen Sinne Scheinblüten) punktet die Pflanze mit robuster Natur. Sie liebt Trockenheit und kommt eigentlich gänzlich ohne Gießen und Düngen aus. Je trockener der Boden, desto intensiver ist übrigens die Färbung der Blüten. Während der Blütezeit bietet Mannstreu Bienen und Schmetterlingen reichlich Nahrung. Weil die Blütenstände an Distelblüten erinnern, wird sie gerne als Edeldistel bezeichnet. In Europa gedeihen 26 Arten, alle unterscheiden sich durch Farbe und Form der Blüten. Die Wuchshöhe liegt zwischen 30 und 120 Zentimeter.

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